Hamburger Ruth

Ruth Hamburger

*6.4.1910 in Dölitz in Pommern; ✡2.10.2001 in Givat Haim

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Adolf Hamburger *21.6.1883 in Barnimskurow; ✡22.10.1942 Riga

Mutter Walli Friedemann *4.4.1886 in Strausberg; ✡ 22.10.1942 Riga

Geschwister

Eva Hamburger; ✡?; oo Shalom Teller

Edith Hamburger *30.4.1909 in Dölitz; ✡1943 in Auschwitz; oo Hugo Mayer

Beruf

Adressen Dölitz; Berlin, Fritschestraße 55; Hof Jägerslust bei Flensburg

Heirat 1937 Heinrich Freund/Chaim Jadid *15.6.1907 in Pforzheim; ✡31.10.1976; Zwilling von Kurt Freund

Kinder drei

Nahum Freund *26.10.1938 in Petah Tikwa

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936 Ruth Hamburger zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus „Kibbuz“ für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

16.12.1936 vor dem „Kibbuz“ , Ruth Hamburger 2. v.l.; zentral Jehuda Marcus von der Hechaluz Bundesleitung Berlin bei einem seiner Betreuungsbesuche
16.1.1937 Jägershof; Ruth Hamburger 3. von rechts

Alija

1937 Scheinheirat mit Heinrich Freund um auf dessen Zertifikat als Angehörige nach Paläöstina einreisen zu können

29.3.1937 Ankunft von Ruth und Heinrich Freund in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat der Kategorie C/LS

17.8.1941 Einbürgerung in Palästina

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Adolf in Berlin verhaftet und als „Schutzhäftling bis zum 23.12.1938 im KL Sachsenhausen interniert

Minderheitenzählung

17.5.1939 Schwester Edith und Ehemann Hugo Mayer in Berlin, Motzstraße 86

21. Osttransport

19.10.1942 beide Eltern auf de 21. Osttransport von Berlin nach Riga

22.10.1942 Ankunft in Riga Skiratawa; von den 959 Deportierten werden 81 Männer weggeführt zum Aufbau eines Lagers; die übrigen werden im Hochwald von Bikernieki erschossen

27. Osttransport

29.1.1943 Edith und Ehemann Hugo Mayer auf dem 27. Osttransport nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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