
Arthur Maier
28.6.1920 in Mannheim; ✡ 9.1.1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch

Vater Isidor Maier *10.12.1894 in Botosani, Rumänien; ✡ ?
Mutter Ida Sandler *14.6.1883 Tauroggen, Litauen; ✡ 18.1.1944 in Auschwitz
Drei Halbgeschwister Herman, Chaim und Livia Schliszer
Beruf Gartenbautechniker
Adressen Mannheim; Gut Winkel, Spreenhagen; Deventer;
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Eintritt in die Ortsgruppe (Snif) der Habonim in Mannheim
Gut Winkel

19.4.1938 Arthur Maier zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

30.6.1938 auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 nicht mehr erfasst
Deventer-Vereniging
8.3.1939 Horst Elias, Hans Eisner, Rolf Rothmann und Werner Hirschfeld aus Gut Winkel zunächst zum Sammellager in Bielefeld und von dort in das Wohnheim der Deventer-Vereniging an der Flugschule Teuge; Eintritt als Palästina Pionier in die Deventer Vereniging tot Vakopleiding, Leiter Ru Cohen.
26.5.1939 Maier kommt ebenfalls aus Gut Winkel nach Deventer
27.6.1939 nach Doetinchem
Nach Wehl
16. bis 31.8.1939 in Deventer, Sandrasteeg 5
31.8.1939 abgemeldet nach Boekelo zur Einzelhachschara beim Bauern
Flucht nach Belgien
1.8.1939 beide Eltern aus Mannheim nach Brüssel
Arthur Zu den Eltern nach Brüssel, Belgien

25.8.1942 auf dem V. Transport von Mechelen nach Auschwitz
9.1.1943 Tod in Auschwitz

15.1.1944 beide Eltern auf dem XXXII. Transport von Mechelen nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Gedenken
6.5.1956 Pages of Testimony bei Yad Vashem für Arthur Maier, seine Eltern Ida und Isidor Meier sowie die Familie Schliszer aus der ersten Ehe der Mutter von seinem Halbbruder Chaim Schliszer
Quellen
Beeldbank der Kazerne Dossin; Staatsarchiv Belgien
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de999850
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316