Jäckel Oskar

Oskar Chaskel Jäckel  

*5.12.1895 in Kalusz Galizien; +11. 3. 1942 erstickt durch Gas in Bernburg a. d. Saale, Tötungsanstalt


Staatsangehörigkeit polnisch

Eltern unbekannt

Schwester Lina Lajcia Jäckel *16.3.1904 in Kalusch; oo Elias Goldfarb; + in Riga

von links Schwester Lina Goldfarb-Jäckel, Elias, Bernhard, Edith Goldfarb, Judith, Oskar, Fanny, Max Jäckel 1930

Heirat Weige Fanny Handgriff *5.1.1905 in Oberhausen; 1942 Riga ; + 5.11.1943 Auschwitz

Kinder

Bernhard Jäckel *14.8.1928 +1942

Max Jäckel *18.6.1930 +1942

Joachim Jäckel *24.3.1933 +1942

Hans-Josef Jäckel *13.12.1934 in Recklinghausen; +26.1.1936 in Dortmund

Johanna Jäckel *2.1.1937 +1942;

Alle Kinder bis auf Judith (England) und Hans-Josef bereits bei Dünamünde-Aktion im März 1942 umgebracht (lt. Bundesarchiv in Riga Jungfernhof??)

Beruf Kaufmann

Adressen Recklinghausen, Friedhofstraße 13, Breite Straße 24, gemeldet Paulusstraße 6,

Weitere Lebensdaten

1916 Kriegsgefangen in Pensa als Landsturm-Infanterist des k.u.k. 17. Landsturm-Infanterie Regiment

Russische Kriegsgefangenschaft bis nach 1920

1924 Eröffnung des Manufakturwarengeschäfts Friedhofstr.13

1931 Löschung als Inhaber, danach Fanny Jäckel als Inhaberin

Dezember 1938 Aufgabe des Manufakturwarengeschäfts Friedhofstr.13

1.1.1939 schreibt eine Karte an Judith, Postadresse Am Polizeipräsidium 3 ( jüd. Gemeindehaus)
9.9.1939 Verhaftung durch Gestapo Recklinghausen in der 2. „Polenaktion“, zusammen mit Hersch Hermann Münster und 5 weiteren galizischen Juden

20.10.1939 – 24. 10. 1940 Buchenwald, Konzentrationslager
24. 10. 1940 – 5.7. 1941 Dachau, Konzentrationslager
5.7. 1941- 11. 3. 1942 Buchenwald, Konzentrationslager

Frühjahr 1942 Selektion, Aktion 14f13 Euthanasie

zusammen mit Hersch Hermann Münster aus Recklinghausen

11.3.1942 „überführt“ meint Bus-Transport nach Bernburg a. d. Saale, Tötungsanstalt

11. 3. 1942 erstickt durch Gas in Bernburg a. d. Saale, Tötungsanstalt

Gedenken

16.2.1994 Page of Testimony von Nichte Judith Geller-Markus ( Tochter von Leo Geller, Schwager der Ehefrau Feige Handgriff)


Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Gedenkbuch Opfer und Stätten der Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes

in Recklinghausen 1933-1945“ – Link: www.recklinghausen.de/gedenkbuch

Georg Möllers, Abgemeldet nach unbekannt – 1942; 2.Aufl. 2017

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Stadtarchiv RE StA F.IV.18 Melderegister

StA III 6513, StA III 6519

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945.

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de886571
ITS Arolsen  International Tracing Service, Bad Arolsen

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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