Schick Jindrich

Jindrich Heinrich Schick

*17.10.1913 in Pilsen; +1.6.1985

Staatsangehörigkeit tschechisch, staatenlos

Vater Eduard Schick  *8.4.1871 in Kraskow, Niederschlesien; Reisender; +22.10.1942 in Treblinka

Mutter Bertha Stein *26.11.1881 in Strakonice; oo 26.1.1901;

Geschwister

Martha Schick*1.5.1906 in Pilsen

Hilda Schick * ca. 1908 in Pilsen

Beruf Arzt, Dr. med.

Adressen Pilsen, Palacky Platz 24; Prag XV, Branik, U haje 398

Heirat

1. Ehe Zdena Popper *15.5.1921 in Jicin; 1944 Tod in Stutthof

2. Ehe Hana Polak *25.3.1916 in Novy Bydzov; +2.3.1979 in Teplice

Kinder

1 Sohn, 1 Tochter

Weiterer Lebensweg

9.10.1936 in Prag polizeilich gemeldet

30.11.1941 Transport G/H Nr. 980 von Prag nach Theresienstadt

1.12.1941 Ankunft Theresienstadt


2.12.1941 Zdena Popper Transport G, Nr. 764 von Brno -> Theresienstadt

9.1.1942 Transport O Nr. 867 von Theresienstadt nach Riga; im selben Transport Zdena (Nr. 209)
12.1.1942 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Mitte März 1942 muss er als Arzt der Prager Gruppe Listen mit Alten und Kranken für die 2. Dünamünde-Aktion erstellen

Ghetto-Heirat mit Zdena Popper

6.-9.8.1944 Riga-Libau -Stutthof auf der „Bremerhaven“ mit Ehefrau Zdena

13.8.1944 Jindrich von Stutthoff ins KL Buchenwald

16.8.1944 Ankunft im KL Buchenwald

9.9.1944 Überstellt ins Außenkommando Wille, Hydrierwerk Tröglitz, mit Dr. Ludwig Elsas

April 1945 Transport mit dem Zug in Richtung Leitmeritz / Theresienstadt, Ziel:  KL Dachau

In Reitzenhain, Grenzort zu Tschechien, neunzig Kilometer vor Theresienstadt, endete die Zugfahrt aufgrund eines Angriffs der amerikanischen Luftwaffe.

Dort erschossen Angehörige der SS und Einwohner vor Ort etwa 380 Häftlinge, nachdem diese versucht hatten zu fliehen.

20.4.1945 Ankunft in Theresienstadt

8.5.1945 in Theresienstadt befreit durch die „Rote Armee“

Überlebender

1.6.1985 Tod in Tschechien

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/archive/5087862/?p=1&s=Schick%20Jindrich&doc_id=5087862

https://collections.arolsen-archives.org/archive/4628927/?p=1&s=Popper%20Zdena&doc_id=4628928

https://www.holocaust.cz/de/datenbank-der-digitalisierten-dokumenten/dokument/393387-schick-jindrich-nezpracovano/

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=4845065&ind=1

https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/115838-zdenka-popperova/

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick (Hrsg.), Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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