Rosenberg Margit

Margarete Margit Rosenberg geb. Sebastian

* 10.12.1908 in Königstein

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister evtl. Artur Sebastian, Bochum; + in Riga

Beruf unklar

Adressen Bochum, Herner Straße 4a, (Wohn- und Altenheim Herner Straße ?), hier wohnt auch Johanna Sebastian geb. Leffmann (Schwägerin?)

Heirat n.n. Rosenberg

Sohn

Gerd Rosenberg *23.6.1931; + 1.2.1942 in Riga

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

24.1.1942 deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto; der Sohn Gerd hatte erfrorene Füße und wurde auf einem kleinen Schlitten abtransportiert, vermutlich erschossen

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig; auf Kohleschiffen weiter nach Stutthof

Befreit

1945 nach Bochum, Kontakt zur jüdischen Gemeinde, berichtet Siegbert Vollmann über Riga

1945 Sie muss engere Beziehungen zu ihrem früheren Nachbarn Friedrich Nussbaum in der Vidumestraße 11 gehabt haben, der sie 1945 über den World Jewish Congress (WJC) in Stockholm suchen läßt, ebenso wie Salomon Herz (*5.1.1869, Vidumestraße 11)

Dann Wuppertal

USA

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de952042

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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