Bachrach Fränze

Franziska Fränze Bachrach geb. Wolfstein, geschiedene Landsberg

*17.8.1896 in Bochum

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Isidor Wolfstein *21.1.1864 in Bochum; +7.10.1927 in Bochum; jüd. Friedhof Wasserstraße

Mutter Flora Stern *27.2.1875 in Eschwege; oo Okt 1894; nach Jan 1942 in Riga

Geschwister

Fritz Wolfstein *13.6.1907 in Bochum; Kaufmann in Lippstadt; ledig; +18.10.1931

Franziska Wolfstein *17.8.1896 in Bochum; oo Ludwig Landsberg, Sohn Gerd; Scheidung; oo Gustav Bachrach; alle vier von Hannover nach Riga; Gerd Landsberg überlebte

Hildegard Wolfstein *16.12.1897 in Bochum; oo Moses Meyer; + Juli 1944 in Riga-Bikernieki

Beruf ohne

Adressen Bochum; Schwalenberg; Hannover, Stüvestraße 16

Heirat

1.Ehe Ludwig Landsberg *14.11.1893in Oldenburg; 15.12. 1941 Riga; KL Kauen; ab 1.8.1944 im KL Dachau; + 19.12.1944 in Kaufering, Außenlager des KL Dachau

Sohn

Gerd Landsberg *31.7.1925 in Hannover; Riga-Überlebender

Scheidung

2.Ehe nach Mai 1939 Gustav Bachrach*19.7.1885 in Schwalenberg; + in Riga

Weiterer Lebensweg

10.11.1938 Gustav Bachrach im Pogrom im KL Buchenwald

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung mit dem Sohn Gerd in Hannover

Nch Mai 1939 zweite Ehe mit Gustav Bachrach

3./4.9.1941 „Aktion Lauterbacher“ Zwangsumzug ins Juden-Ghettohaus, Gartenbauschule in Hannover-Ahlem, Wunstorfer Straße 16 a

15.12.1941 Von Bahnhof Fischerhof in Hannover-Linden nach Riga Skirotawa mit Ehemann Gustav, Sohn Gerd und Ex-Ehemann Ludwig Landsberg

18.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga; Mutter evtl dort umgekommen

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

4.9.1943 ins KL Kaiserwald

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

9.8.1944 Ankunft Stutthof

16.8.1944 Sohn Gerd ins KL Buchenwald

16.9.1944 Sohn Gerd ins Außenlager Bochumer Verein in Bochum, Brüllstraße Code Bm;

zusammen u.a. mit Alfred Graf und Karl Hirschberger aus Bochum; Gerd überlebt

Tod in Stutthof

Gedenken

6.12.2007 Stolperstein in Hannover, Stüvestaße 16, für Fränze und Ludwig Landsberg

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://www.humboldtschule.de/index.php/schulleben/gedenkveranstaltung-fuer-die-1001-deportierten-juden#fraenzebachrach

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de908220

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de908235

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de836006

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_411215-48.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Wolfstein&s_firstName=&s_place=Bochum&s_dateOfBirth=&cluster=true

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11460675&ind=1

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.