Rosenberg Henriette

Henriette Rosenberg geb. Coppel

* 3.4.1883 in Moers; Tod in Riga

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Alexander Abraham Coppel

Mutter Johanne Jeanette Kaufmann

Geschwister

Moritz Coppel *11.10.1881 in Moers; +14.9.1914 in Frankreich

Emma Coppel *24.5.1887 Moers; oo Carl Marburger; +23.1.1943 in Auschwitz

Friedrich Coppel *19.5.1889 in Moers; 1935 Zweibrücken; 1940 USA; +21.8.1956 Aurora, USA

Paula Coppel *20.10.1891 in Moers; oo Max Rath; oo Jakob Bernhard

Beruf Hausfrau

Adressen Dortmund, Andreasstraße 12

Heirat 18.5.1908 in Moers Louis Rosenberg *11.2.1867 in Dorstfeld; +20.4.1923 Dortmund

Kinder

Lotte Rosenberg  *17.5.1909 in Dortmund; oo Julius Bachmann (*7.1.1911); +5.3.1943 Auschwitz

Ilse Rosenberg  *5.2.1911 in Dortmund; Osnabrück; 1.10.1944 Stutthof

Walter Rosenberg *31.8.1915 in Dortmund; oo Carla Pillar + 22.4.1972 Buenos Aires

Hanne Rosenberg  *2.5.1922

Alfred Rosenberg

Gustl Rosenberg

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 in Dortmund mit Tochter Ilse bei Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Tochter Lotte mit Ehemann Julius Bachmann in Dortmund bei Minderheiten-Volkszählung

 11.7.1940 Die Enkel Reha und Jethro (Zwillinge) werden geboren

Dezember 1941 Ankündigung der „Umsiedlung in den Osten“

24.-27.1.1942 Sammellager Saal der Gaststätte „Zur Börse“ in der Steinstraße (beim Viehmarkt)

27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

Gruppe Dortmund Nr. 6

10.8.1942 Verzeichnis der Personen, die am Montag, 10.8.42 im Gewerbebetrieb eingestellt sind

1.3.1943 „Fabrikaktion“; der Saal der Gastwirtschaft Gerold am Brackeler Hellweg war in Dortmund die Sammelstelle für die etwa 300 zur Deportation bestimmten jüdischen Arbeiter und ihre Familienangehörigen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg

2.3.1943 Tochter Lotte wird mit Mann und Kindern nach Auschwitz deportiert; Julius Bachmann erhält Häftlingsnummer 105458; Lotte und die Zwillinge werden ermordet

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

2.11.1943 Große Selektion bei Auflösung des Ghetto

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga und seiner Außenlager

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig; auf Kohleschiffen weiter nach Stutthof

1.10.1944 Ankunft von Tochter Ilse Stutthof

Henriette Rosenberg stirbt nach dem 10.8.1942 in Riga

Gedenken

16.8.1916 Page of Testimony für Tochter Lotte und Familie durch Rolf Fischer

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de951905

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de835911

https://objekte.jmberlin.de/object/jmb-obj-116601

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Bachmann&s_firstName=&s_place=Dortmund&s_dateOfBirth=&cluster=true

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984 Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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