Münzer Werner

Werner Münzer

* 26.5.1920 in Berlin; +15.10.2015 in Fort Lauderdale

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Moritz Münzer*12.5.1889 in Berlin; oo 30.5.1912 in Berlin; +19.5.1930 in Köln

Mutter Margarete Johanna Flora Schwarz *19.3.1890 in Budapest; *1980 in Dietzenbach

Geschwister

Martin Münzer *18.10.1913 in Berlin *2.5.1945 in Flossenbürg

Gerhard Münzer *19.5.1915 in Berlin;

Beruf Möbelschreiner

Adressen Berlin

Heirat

1.Ehe 23.3.1943 in Westerbork Herta Lebenstein *26.7.1923 in Wulfen; + 8.10.1944 in Auschwitz

Sohn Peter Münzer *3.12.1943 in Westerbork; +8.10.1944 in Auschwitz

2. Ehe 30.7.1947 Anna Maria Henker * 28.5.1922 in Pfaffendorf

Kinder aus 2. Ehe Martin, Margret Münzer

Weiterer Lebensweg

28.2.1936 – 1.1.1938 in „Stichting Joodsche Arbeid“  Barsingerhoorn, Holland

1.1.1938 Werkdorp Wieringermeer, Middenmeer

20.3.1941 Auflösung des Werkdorp durch den SD Amsterdam; 210 der 290 Lehrlinge werden nach Amsterdam verbracht und in Familien untergebracht; Gerd Vollmann berichtet darüber:

„Am 20. März kamen morgens blaue Busse von der Amsterdamer Gemeindebahn am Rande des Polders. … Die ca. 300 Werkdörfler wurden inspiziert durch Lages in Uniform (Willy Lages, SS-Sturmbannführer, Leiter des Sicherheitsdienstes in Amsterdam) und Barbie in Zivil (Klaus Barbie, SS-Obersturmführer, Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam). Unser Betriebsleiter Kemmerlin sorgte dafür, dass ca. 60 Jungen und Mädels bleiben durften, um das Vieh usw. zu versorgen. Die anderen kriegten 10 Minuten die Gelegenheit, um etwas zu packen und dann wurden wir mit Bussen nach Amsterdam gebracht…“

16.3.1943 Werner mit seiner Verlobten Herta nach Westerbork

20.3.1943 telegrafisch veranlasste Zustimmung der Eltern zur geplanten Hochzeit

23.3.1943 Heirat in Westerbork

5.-7.4.1944 Transport XXIV/5 Nr.180, 181, 182 Werner mit Sohn Peter und Frau Herta Westerbork-> Theresienstadt

28.9.1944 Transport Ek Nr.1700 Werner ohne Sohn und Ehefrau von Theresienstadt nach Auschwitz;

An der Rampe selektiert zur Zwangsarbeit, erhält die Auschwitz-Nr. 106 559

6.10.1944 Transport Eo der Ehefrau von Theresienstadt nach Auschwitz mit Sohn Peter

8.10.1944 Tod der Ehefrau und Sohn Peter in Auschwitz

Verlegung ins Buchenwald-Außenlager Dora Mittelbau in Nordhausen

KZ-Außenlager Boelcke-Kaserne im südöstlichen Nordhausen

Hans Code Name für Hadmersleben

4.3.1945 von Dora Mittelbau ins KZ-Außenlager Hadmersleben (Hans, AGO – Codename: H, Hs)

Kommando Ago für den SS-Führungsstab A 4 zur Flugzeugproduktion (AGO-Flugzeugwerke Oschersleben), die Häftlinge montierten Flugzeugteile der Me 262

Kommando Hans: Ing.-Büro Schlempp für die Siebenberg GmbH

28.3.1945 im Krankenbau wegen Durchfall

11.4.1945 Befreiung in Nordhausen durch die US Army

23.11.1945 Rückkehr nach Amsterdam

24.12.1947 Emigration nach Bogota Kolumbien

Gedenken

9.11.2019 Stolpersteine für Sohn Peter sowie seine Frau Herta in Wulfen, Kirchplatz

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22M%C3%BCnzer%201920%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/130345704/?p=1&s=M%C3%BCnzer%20Werner%201920&doc_id=1303457

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/2674614/?p=1&doc_id=2674616

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.