Stefan Poniatowski
*25.6.1912 in Warschau
Buchenwald – Häftlingsnummer 81830
Staatsangehörigkeit Pole
Religion katholisch
Vater IgnacyPoniatowski; Maschinensetzer;
Mutter Jadwiga Pruszynska
Geschwister–
Beruf Arzt der polnischen Armee
Adressen Warschau, Hälawki 3/1
Heirat –
Kinder–
Weiterer Lebensweg
1937 Sanitäts-Offiziersschule
1938 Squadron in Leblin
Polnischer Kriegsgefangener im Stalag 5 „B“ in Villingen, Schwarzwald
29.4.1944 Verhaftung durch Gestapo wegen antinazistischer Aktivität;
für 7 Tage im Gerichtsgefängnis Villingen
4 ½ Monate im Gestapogefängnis Brauweiler bei Köln
15.8.1944 aus Auschwitz 1635 „politische Polen“ nach Buchenwald
21.8.1944 Transport 400 polnischer, nicht jüdischer Häftlinge kommt aus Auschwitz nach Registrierung in Buchenwald in das Buchenwald – Außenlager Eisen- und Hüttenwerke Bochum, Castroper Straße 228. Die Unterkünfte des KZ Außenlagers der Eisen- und Hüttenwerke AG Bochum lagen innerhalb der Werksmauern zwischen der Castroper Straße, der Karl-Lange-Straße und der in das Werk führenden Bahnlinie. Die genaue Lage dieser Unterkünfte unbekannt.
Die Bewachung des Lagers übernahm die zum Außendienst nach Bochum abkommandierte SS-Wache des KZ Buchenwald. Lagerkommandant war SS-Oberscharführer Johann Schmidt
16. September 250 Häftlinge aus Buchenwald in die EHW-Bochum

“Dikal“ darf in kein anderes Lager, wird später aufgehoben
17.9.1944 Poniatowski von der Gestapo Köln in das KL Buchenwald eingewiesen
4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt, die Fabrikationsanlagen der E&H-Werke an der Castroper Staße bleiben verschont

18.11.1944 wird dem Sanitätskommando zugeteilt
19. -20.1.1945 Rücktransport von 198 „nicht mehr geeigneten“ Häftlingen aus Bochum nach Buchenwald
22.2.1945 als Lagerarzt in die E&H-Werke geschickt


7.3. Absetzen einer Todesmeldung im E&H-Lager
18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt
18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald; angeschlossen werden 632 Männer aus den E&W-Werken.


21. März 1945 Ankunft von 1942 Häftlingen im KL Buchenwald; Unterbringung im Wald in Zelten, dann Baracken im „Kleinen Lager“
25.3.1945 aus dem San.-Kommando genommen
5.4.1945 Himmlers Befehl zur Evakuierung von Buchenwald (47500 Häftlinge)
7.4.1945 Die SS beginnt mit der Evakuierung des Konzentrationslagers; etwa 28.000 Häftlinge des Stammlagers und mindestens 10.000 Häftlinge der Außenlager werden
auf insgesamt 60 Marschrouten – meist zu Fuß – auf die Todesmärsche getrieben, 12000 (Schätzung) kommen auf diesen Märschen um.
7.4.1945 Todeszug nach Dachau verlässt Weimar mit ca 7000 Juden
10.4.1945 9.280 Insassen haben an diesem Tag Buchenwald in zwei Kolonnen verlassen. Die SS kündigt für den folgenden Tag die vollständige Räumung des Lagers an.
Evakuierung des KL Buchenwald in geschlossenen Güterwaggons nach Theresienstadt, Flossenbürg und Dachau
11.4.1945 Befreiung durch das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision
2.5.1945 Entlassung aus Buchenwald durch alliierte Kommission;
will sich der polnischen Freiwilligen-Armee in England anschließen
Gedenken –
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/6855375?s=Poniatowski%20Stefan&t=0&p=1
Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000
Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4
Hubert Schneider, Ungarische Juden als Zwangsarbeiter in Bochum, in: Jan Erik Schulte (Hrsg) Konzentrationslager in Rheinland und Westfalen 1933-1945, Paderborn 2004
Rolf Abrahamsohn, Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist? Klartext, 2010