Rosenstein David

David Rosenstein

* 7.5.1915 in Bochum; Überlebender von Riga und Stutthof

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Louis Rosenstein *1875 Tannenberg; +16.12.1935 in Bochum, Jüdischer Friedhof Bochum

Mutter Henriette Nawratzki *18.11.1886 in Linowo, Polen; 28.3.1942 von Berlin nach Trawniki

Geschwister

Frieda Rosenstein *28.6.1905; + 27.12.1926 in Weitmar; Jüd. Friedhof Bochum

Sara Rosenstein *15.4.1907 in Weitmar; +17.3.1945 erschossen im Lager Henrichshütte Hattingen

Josef Rosenstein *8.5.1909 in Weitmar; oo Johanna Wagner (*8.4.1912); +9.3.1943 Auschwitz

Amalie Rosenstein *22.9.1913 in Weitmar; oo 23.11.1940 in Berlin Emil Fischl (1914-1943); Transport 34 am 4.3.1943 nach Auschwitz

Arthur Rosenstein *??

Beruf Tischler

Adressen Bochum; Berlin, Gollnowstraße 11

Heirat Rita Gumpel *4.3.1917 in Rose, Dtsch. Krone; +22.10.1942 in Riga

Sohn Jona Rosenstein * 6.11.1941 in Berlin; +22.10.1942 in Riga

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 in Berlin Mitte mit der Mutter Henriette bei Minderheiten-Volkszählung

Heirat mit Rita Gumpel

6.11.1941 Sohn Jona wird in Berlin geboren

28.3.1942 Mutter Henriette von Berlin nach Trawniki

19.-22.10.1942 David mit Frau und Kind 21. Osttransport, vorletzter Transport Berlin-> Riga

22.10.1942 Massenerschießung des gesamten Transports nach Ankunft in Skirotawa, 778 ermordet; 81 Männer werden weggeführt, von diesen überlebten 17!

16.10.1942 ??  wohl irrtümliches Datum, eher Oktober 1944 von Riga nach Stutthof

Anfang Oktober 1944 Der letzte kleinere Transport aus Riga nach Danzig mit 190 Gefangenen

14.4.1945 Evakuierungsbefehl Himmler für die letzten 5000 Stutthof-Häftlinge

25.4.1945 Evakuierung Stutthof, 3.300 Häftlinge übers Meer zunächst auf die Halb­insel Hela, dort auf vier heruntergekommene Barken verteilt, die für eine Fahrt über die offene See nicht geeignet waren. Zwei Kähne kamen entlang der Ostseeküste bis Neustadt in der Lübecker Bucht an.

Sie sollten auf die in der Lübecker Bucht vor Anker liegende „Cap Arcona“ umgeladen werden, aber das Schiff war bereits überfüllt.

1.5.1945 Nachdem wegen der vorrückenden britischen Royal Army die SS-Wachmannschaften die Schiffe verlassen hatten, trieb die Barke „Wolfgang“ bei Neustadt antriebslos an den Strand. Auf der Suche nach Nahrungsmitteln wurden 208 von ihnen durch aufgehetzte Volkssturm- und Marinesoldaten erschossen.

3.5.1945 Befreiung in Neustadt durch die British Royal Army

23.-25.7.1945 Neustadt, im Assembly Center T.C. Lübeck; gibt an von Frau und Kind getrennt worden zu sein

25.7. 1945 auf dem Schiff RONNKAER nach Schweden

Gedenken

30.10. 2009 Stolperstein für seinen Bruder Josef Rosenstein, Richardstraße 49, Bochum

25.10.2010 Stolpersteine für seine Schwester Amalie Fischl mit Sohn Jona und Mann Emil in Berlin, Marzahn-Hellersdorf – Kaulsdorf, Hertwigswalder Steig 8

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de988807

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1045584

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de953176

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de752613

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1014349

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1143411

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/127207400?s=Rosenstein%201917&t=228856&p=1

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/127207400?s=Rosenstein%20DAvid&t=228856&p=1

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/11254030?s=Rosenstein%20DAvid&t=17817&p=1

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/82009783?s=Rosenstein%20DAvid&t=239792&p=1

www.freundeskreisbochumersynagoge.de/2022/06/13/19-mansfeld-schule-bochum/#more-1700

https://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/1800

https://www.der-westpreusse.de/de/04-2017-2.html

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben; LIT-Verlag 2014

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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