Birnbaum Ruth

Ruth Berta (Grete) Birnbaum später Keret

Sammlung Gelderblom

*12.5.1922 in Hameln; ✡17.5.2017 in Kfar Sava

Staatsangehörigkeit deutsch

Alle Fotos Sammlung Gelderblom

Vater Max Moshe Birnbaum *11.8.1893 in Hannover-Linden; nach 1942 Ghetto Warschau

Heirat der Eltern Juni 1921

Mutter Margarete Goldschmidt *4.3.1895 in Bösingfeld; ✡ 22.5.1939 in Hameln

Stiefmutter Else Edith Birnbaum Jonas *17.9.1900 in Hameln; 1942 Ghetto Warschau Sept 1942 in Treblinka

Bruder

Alfred Birnbaum später Amram Barad *16.7.1924 in Hameln; ✡ 20.6.1972 Beersheba; oo 1943 in England Ester Friedler

Beruf

Adressen Hameln, Deisterstraße 45; Barsingerhorn; Kfar Sava

Heirat Hans Klestadt *19.4.1920 in Geseke; ✡22. 8. 1992 Berlin

Kinder

Michal Keret *21.12.1951 in Israel; 27.10.2012 in Kfar Sava; oo Dotan

Naomi Keret oo Lenzner; oo Peter Bando

Weiterer Lebensweg

Schulfoto mit Bruder Alfred vorn links, Ruth 2. Reihe rechts Bruder Alfred mit Brille; Grete mit Zöpfen

1934 Gruppenbild mit dem jüdischen Religionslehrer Hans Weiß

Letzte jüdische Schülerin des Hamelner Lyzeum

1937 Aufgabe des Eisenwarenhandels, die Mutter war bis dahin Geschäftsführerin

Dezember 1937 Emigration in die Niederlande

Zur Hachschara nach Barsingerhoorn, Werkdorp Nieuwe Sluis

1938 Eltern besuchen sie in den Niederlanden

10.11.1938 Vater verhaftet im Novemberpogrom,

„Schutzhaft“ in Buchenwald; Häftlingsnummer 23631

28.11.1938 entlassen aus Buchenwald mit der Verpflichtung rasch zu emigrieren

1939 Mutter im Beirat der Synagogengemeinde Hameln

Mai 1939 beide Eltern wegen „Devisenvergehen“ ins Gerichtsgefängnis Hameln wegen Beschaffung von Fremddevisen auf dem Schwarzmarkt

21.5.1939 Tod der Mutter im Gerichtsgefängnis Hameln; offiziell Suizid

13.6.1939 Bruder Alfred auf dem 16. England-Transport der „garantierten Kinder“ via Bremen mit dem Dampfer „Europa“ nach Southampton, an Bord 185 Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren

Der Vater wird zu 6 Monaten Haft verurteilt.

November 1939 Vater aus dem Gefängnis entlassen; zur Zwangsarbeit in Rinteln eingeteilt

Juli 1939 Ruth Birnbaum kommt zusammen mit Hans Klestadt, insgesamt 76 Werkdorper nach Amsterdam

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der SS DORA zur Alija Beth nach Palästina

17.7.1939 Antwerpen, Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim

17.-19.7.1939 Verzug der Abreise in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

31.3.1942 Vater mit der zweiten Frau Else deportiert mit dem Transport ab Gelsenkirchen – Münster – Hannover; Zustieg in Hannover-Fischerhof; zuletzt im Judenhaus Neue Marktstraße 13; die Heirat mit Else Jonas soll im Ghetto Warschau erfolgt sein, da diese auf den Transportlisten noch als Jonas geführt wird

1.4.1942 Weiterfahrt nach Braunschweig ins Ghetto Warschau

22. 8. 1992 Tod des Ehemanns Chanan Keret in Berlin

17.5.2017 Tod in Kfar Sava

Gedenken

Grabstein für den Ehemann in Kfar Saba Nordau Old Cemetery, Kefar Sava, Israel

27.9.2018 Stolpersteine für Ruth, die Eltern und Bruder Alfred in Hameln, Deisterstraße 45

26.11.2013 Stolperstein für Else Birnbaum geg. Jonas in Hameln Baustraße 16

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_420401-42.html

http://stolpersteine.geschichte-hameln.de/namenschicksale/27birnbaum.php?name=familiebirnbaum

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de843185

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de888895

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?sfrom=1214&s=2460&id=8352&buchstabe=K

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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