Leiser Hilde

Leiser Hilde

*7.5.1913 in Bochum, Laer; ✡7.7.1944 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Benjamin Benno Leiser *12.7.1885 in Kerpen; ✡ nach dem 3.5.1942

Mutter Klara Oppenheimer *27.11.1882; ✡21.5.1924

Stiefmutter Ella Feilmann *18.8.1885 in Jever; ✡ nach dem 3.5.1942 Zamosc

Geschwister –

Beruf

Adressen Bochum- Laer, Wittener Straße 416;

Heirat 18.10.1939 in Amsterdam

Josef Scheiner *1907 in Solotwina; ✡7.7.1944 in Auschwitz

Tochter

Klara Scheiner *12.1.1938 in Dortmund; ✡7.7.1944 in Auschwitz

Weiterer Lebensweg

12.1.1938 Tochter Klara Leiser in Dortmund geboren

17.12.1938 Tochter Hilde Scheiner -Leiser nach Haarlem

9./10.11.1938 Geschäftslokal im Pogrom verwüstet:

10.11.1938 Vater im Polizeigefängnis Bochum

11.11.1938 über die Steinwache Dortmund ins KL Sachsenhausen

7.12. 1938 Entlassung des Vaters aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen

14. 12. 1938 Verkauf des Hauses Wittener Straße 416 an Herrn Schädlich

14.7.1939 Mann Josef von Haarlem in das Internierungscamp Hoek van Holland, Langeweg

10.8.1939 Familie Hilde Scheiner nach Amsterdam

18.10.1939 Heirat von Hilde in Amsterdam

6.3.1940 Familie Scheiner ins Lager Westerbork

28.4.1942 Deportation von Benjamin und Ella Leiser in die Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ in Dortmund

30.4.1942 Deportation mit 791 Juden vom Sammellager zum Dortmunder Südbahnhof am Heiligen Weg deportiert nach Zamosc

3.5.1942 Ankunft in Zamosc

Tod von Benjamin und Ella Leiser nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt

7.11.1942 Internierung in Westerbork

18.1.1944 Hilde mit Mann und Tochter Transport XXIV/2 von Westerbork nach Theresienstadt

16.5.1944 Hilde auf Transport Ea mit Ehemann Josef und Tochter Klara (Nr. 2199-2201) von Theresienstadt nach Auschwitz

7.7.1944 Tod in Auschwitz

Gedenken

31.5.2006 Stolpersteine für Benjamin und Ella Leiser in Bochum Werner Hellweg Ecke Wittener Straße

Grabsteine für Mutter Klara Leiser und Großmutter Karoline Leiser auf dem Jüdischen Friedhof Wasserstraße

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W287J9JY547BOLDDE/$FILE/031_032_Leiser_Benjamin_und_Ella.pdf

https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/151473-hilde-scheiner-leiser/

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130370102

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de909893

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de909902

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de964118

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de964124

Ralf Piorr / Peter Witte (Hg.) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942; Klartext, Essen 2012

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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