Horst Siegmar Aronsohn//Herbert Aronson
*23.2.1923 in Braunschweig; ✡ 26.4.2009 in Flushing, NY
Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Carl Aronsohn *23.11.1884 in Grätz; ✡ 13.1.1957 in New York
Heirat der Eltern 1921 in Eschwege
Mutter Emma Goldschmidt *5.9.1892 in Bischhausen; ✡ 30.11.1954 in New York
Tante Gertrude Aronsohn *30.3.1890 in Braunschweig; USA; oo David Gutmann
Geschwister –
Beruf Praktikant
Adressen Braunschweig, Wabestraße 31; Berlin
Heirat 1954 Eva Beer *6.7.1929 in Wien; ✡ 14.8.2000
Kinder
Richard Aronson
Emary Aronson
Weiterer Lebensweg
1888 Zuzug der Großeltern von Posen nach Braunschweig
Vater Carl war Elektroingenieur und betrieb in Braunschweig das Geschäft „Elektroland“
Mutter Emma arbeitet als Büroangestellte in der Jüdischen Gemeinde
Horst Aronsohnsohn besucht die Herzog-Johann-Albrecht-Schule in Braunschweig bis zur 10. Klasse
1935 Vater Carl erhält das Hindenburg – Ehrenkreuz für deutsche Frontkämpfer

17-26.5.1938 Gertrude Aronsohn mit Tochter Erika auf der SS WASHINGTON von Hamburg nach New York
ORT-Schule Berlin
1936-1938 Horst Aronsohn zur Hachschara an der ORT-Schule in Berlin Niederschönhausen mit Ausbildung in der Schlosserei und Schreinerei;

Schlosserwerkstatt bei Meister Eisner, gemeinsam mit Kurt Eisenberg (Kenneth Ellington), Heinz Franke aus Herne, Josef Münster aus Recklinghausen und Werner Blumenthal aus Bochum
Novemberpogrom – Kindertransport
15.11.1938 Festnahme des Vaters als Gemeindevorstand durch die Gestapo Braunschweig
Inhaftierung im Kreis- und Untersuchungsgefängnis auf dem Rennelberg in Braunschweig
23.11.1938 Entlassung des Vaters aus dem Gefängnis
Ende November 1938 Die ORT-Schule Berlin erhält ein Transportkontingent für 10 Jungen
30. 11.1938 fuhr der erste Zug mit 196 Kindern aus Berlin Richtung London
1.12.1938 Horst Aronsohn mit dem allerersten Kindertransport, vom Berliner Anhalter-Bahnhof über Bentheim – hier mußten die Begleiter den Zug verlassen –nach Hoek v. Holland, zusammen Kurt Eisenberg und Werner Blumenthal

2.12.1938 Ankunft mit der Fähre in Harwich
Bis 1940 lebt er in Benson, einem Dorf bei Oxford

16.5.-28.5.1940 Horst Aronsohn auf der SS SCYTHIA von Liverpool nach New York
Kontakt Onkel Willy Goldschmidt in Glasgow; Ziel Onkel David Gutmann in New York
Änderung des Geburtsnamen von Horst-Siegmar Aronsohn in Herbert Aronson

12.-23.6.1941 beide Eltern auf der SS SERPA PINTO von Lissabon nach New York
1943-1945 Soldat in der US Army
Studium für Maschinenbau mit Bachelor und Masterabschluss als Maschinenbauingenieur
Anfang der 1960er Jahre Berufung als Dozent und Universitätsprofessor
Anfang der 1990er Jahre Emeritierung
1994 Besuch mit seiner Familie in Braunschweig
Gedenken
Stolperstein für Horst Aronsohn in Braunschweig, Sackring
Quellen
www.stolpersteine-fuer-braunschweig.de/namen/aronsohn/
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6159); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6470); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6555); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316