*16.8.1921 in Oettingen; ✡10.4.2012 in West Orange, New Jersey
Staatsangehörigkeit
Religion jüdisch
Vater Karl Springer *25.10.1883 in Oettingen; ✡ 10.7.1927 in Oettingen

Mutter Irma Schulmann *26.10.1892 in Cronheim, Gunzenhausen; ✡ 25.11.1941 in Kauen
Onkel Ludwig Ascher Springer *4.12.1878 in Oettingen; ✡ 24.12.1938 in Frankfurt; oo Betty Herz
Cousin Fritz Springer *24.9.1915 in Oettingen, Nördlingen; ✡ 19.7.1942 in Majdanek
Geschwister

Alfred Springer *15.8.1923 in Oettingen; ✡25.11.1941 in Kauen
Beruf Schlosserlehrling
Adressen Oettingen; München, Hohenzollernstraße 4
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1.8.1937 Zuzug der Mutter nach München, Hohenzollernstraße 4 als Leiterin des Küchenbetriebs im Lehrlingsheim
Das Lehrlingsheim und die Anlernwerkstatt in München
1.7.1928 Eröffnung des Hauses in der Wagnerstraße 3 mit schulentlassenen Jungen aus dem Kinderheim in der Antonienstraße 7 in Trägerschaft der Israelitischen Jugendhilfe e.V.
1.6.1936 Übergang in die Trägerschaft des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden
1.7.1937 Umzug in das größere Haus in der Hohenzollernstraße 4 mit 45 Wohnheimplätzen
August 1937 Eröffnung der Jüdischen Anlernwerkstatt in der aufgelassenen Hesselberg’schen Lederfabrik am Biederstein 7 für Schlosser, Elektriker und Schreiner; Leiter war der Diplom-Ingenieur Fritz Sänger
Walther Springer ins Lehrlingsheim
17.10.1938 Bruder Alfred ins Lehrlingsheim
Novemberpogrom
10.11.1938 Verhaftung von mindestens 13 erwachsenen männlichen Bewohnern des Lehrlingsheim
10.11.1938 Einweisung als „Aktionsjuden“ in das KL Dachau; Häftlingsnummer 19927;

29.11.1938 Entlassung aus dem KL Dachau zusammen mit Max Schneider und Paul Rindsberger
17.5.1939 Walther mit Mutter Irma und Bruder Alfred in München, Hohenzollernstraße 4
Verlegung der Anlernwerkstatt
1939 Beschlagnahme der Fabrikgebäude Biederstein 7
Verlegung der Anlernwerkstatt in die ehemalige Synagoge der osteuropäischen Juden in der Reichenbachstraße 27
1941 Schließung der Anlernwerkstatt und des Lehrlingsheimes; die verbliebenen Jugendlichen werden im Kinderheim Antonienstraße untergebracht. Das Haus Hohenzollernstraße wird zum bis Ende 1942 als Altenheim genutzt.
4.9.-10.11.1941 Bruder Alfred eingewiesen zur Zwangsarbeit in der „Judensiedlung“ Milbertshofen, Barackenlager Knorrstraße 148
Emigration in die USA

9.-18.3.1940 Walther Springer auf der SS MANHATTAN von Genua nach New York
Massenerschießung im Fort IX in Kauen
Mutter Irma wohnte bis zur Deportation im Haus Hohenzollernstraße 4
20.11.1941 Deportation von Mutter und Bruder Alfred sowie Onkel Bernhard Schulmann von München nach Kauen; Einsperrung im Fort IX
25.11.1941 Massenerschießung der 999 Juden aus München zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und Frankfurt, insgesamt 2934 Menschen, vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.
Gedenken
–
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10747764
http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=lehrlingsheim
http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=anlernwerkstatt
https://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=331
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429403
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10758216
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6451); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316