Asch Herbert

Herbert Asch

*12.6.1916 in Bremen; ✡ 30.4.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Wilhelm Willy Asch *17.8.1879 in Posen; ✡ 17.12.1937 in Bremen

Heirat der Eltern 17.8.1909 in Emden

Mutter Ester Stella Hart *16.9.1879 in Groningen; ✡15.7.1949 Den Haag

Geschwister

Jeannette Asch *10.10.1910 in Bremen; ✡29.12.1988 in Den Haag; oo Hans Jacoby *21.8.1904

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Bremen; Emden; Gouda;-

Heirat 1943 in Westerbork Estella Johanna Gosschalk *30.9.1921 Rotterdam; 19.2.1943 in Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

12.10.1938 Flucht von Herbert Asch nach Warnsfeld, Niederlande

19.2.1939 Flucht der Mutter Ester und Schwester in die Niederlande

Die Hachschara-Jeugdfarm Catharinahoeve in Gouda

8.8.1939 Herbert Asch zur Hachschara nach Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine Schenkung/Legat über 80000 Gulden von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige. Als Betriebsleiter wurde J. Middelburg eingestellt.  Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB. Die Leitung der Gruppe übernahm das Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig.

10.2.1941 Herbert Asch abgemeldet aus Catharinahoeve

Apeldornsche Bos

Herbert Asch als Angestellter in die Klinik Centraal Israëlitisch Krankzinnigengesticht Het Apeldoornse Bos, Zutphensestraat 106; dort lernt er die ebenfalls dort beschäftigte Estella Gosschalk kennen.

20.1.1943 Ankunft des Jüdischen Ordredienst aus Kamp Westerbork in Apeldoorn; Bereitstellung von 40 Güterwaggons am Bahnhof Apeldoorn; die Hälfte des Personals flüchtet oder taucht unter.

Patienten und Personal wird in diesen Gebäude zusammengetrieben

21./22.1.1943 in der Nacht Zwangsevakuierung der gesamten Klinik, „Verladung“ in Güterwaggons 1181 Patienten und 51 jüdischen Krankenschwestern von Apeldoorn nach Auschwitz.

Das in Apeldoorn verbliebene Personal wurde zusammen mit den letzten rund hundert jüdischen Einwohnern Apeldoorns mit einem Linienzug ins Lager Westerbork gebracht und von dort deportiert.

24.1.1943 Ankunft des „Krankensondertransport“ im KL Auschwitz. Bei der Selektion werden 16 Männer und 36 Frauen im Lager aufgenommen, die übrigen 692 Menschen übernommen. 1 004 Menschen werden in die Gaskammern geführt.

Kamp Westerbork

22.1.1943 Herbert Asch und Estella Gosschalk mit dem Personal von „Apeldoornsche Bos“ in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork; Unterbringung in Baracke 64.

8.2.1943 Heirat von Herbert Asch und Estella Gosschalk in Westerbork

16.2.1943 Deportation von Ehepaar Herbert und Estella Asch von Westerbork nach Auschwitz

Onderduiker

Schwester Jeannette und Mann Hans Jacoby sowie die Mutter Ester überleben im Versteck in Bergen op Zoom die Besatzungszeit

Nachkriegszeit

1945 Mutter Ester auf der Eindhoven Lijst der Überlebenden

Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61

30.8.2012 neun Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61 für Manfred und Jansje Litten, Jettie Aalsvel, Abraham Hamburger, Martijn Koppel, Leib Laub, Ernst Oppenheim, Henriëtte Roos, Isi „Itsche“ Tiefenbrunner

Gedenken

16.12.1975 Pages of Testimony für Herbert und Estella Asch von Schwester Jeannette Asch-Jacoby

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de834241

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130252714

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130252707

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Genealogie- Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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