Andriesse Bram

Bram Andriesse

*19.8.1926 in Utrecht; ✡ ?

Staatsangehörigkeit Niederlande

Vater Herman Andriesse *28.10.1892 in `s-Hertogenbosch; ✡ 24.2.1945 Bergen Belsen

Heirat der Eltern 7.3.1923 in Deventer

Mutter Betje van Spiegel *24.2.1902 in Deventer; ✡ 27.4.1981 in Haifa

Großvater Abraham van Spiegel *11.12.1850 in Deventer; ✡22.3.1929

Großmutter Rosetta van Engel *?

Geschwister

Joseph Andriesse / Bar Asher *9.2.1924 in Utrecht; ✡ 11.5.1981 in BeerSheba; oo Sophie Fiet Hes

Rosetta „Ted“ Cato *27.8.1927 oo Herman Musaph (1915-1992)

Cato Andriesse *23.12.1928 in Utrecht; ✡ 13.2.1929 in Utrecht

Mirjam Andriesse *17.4.1933 in Deventer; oo 1954 Aharon „Aki“ Lapid (✡2021)

Beruf Landwirtschaftlicher Arbeiter

Adressen Deventer; Utrecht

Heirat dreimal

Kinder

Weiterer Lebensweg

Von 1929 bis 1938 lebt die von Josef Andriesse Familie in Deventer

Bruder Josef Andriesse als Hechaluz Mitglied Eintritt in die Deventer Vereniging tot Vakopleiding, die für ihre Mitglieder zur Einzelhachschara Lehrstellen bei Bauern in viele Orten organisiert

Die Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herrn Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

30.12.1941 Bram Andriesse zur Hachschara auf die Jeugdfarm Catharinahoeve

Winter 1942: v.l. Schalom Weiss, Norbert Hellman, unbekannt, Esther Herzberg, Heinrich Friedmann, Bernhard Asscher, Bram Andriesse, Margit Lichtenstern, unbekannt, Alida Lissauer, unbekannt;
vorn: Gideon Litten, Roza Pinkhof, Hedy Kalmar; Fotoalbum Levisson

April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden. Daraufhin tauchen viele unter.

1.5.1943 Bram Andriesse aus Gouda abgemeldet zu den Eltern nach Amsterdam

1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und Betriebsleiter Middelburg entlassen

16.8.1942 bekommen Vater Herman und Bruder Josef eine „Sperre“ als „medewerker“ des Joods Raad

April 1943 Umzug der Familie nach Amsterdam

Kamp Westerbork – Bergen Belsen – Tröbitz

20.6.1943 Einweisung der Familie Herman Andriesse in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Austauschtransporte von Westerbork nach Bergen Belsen

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

11.1.1944 Familie Herman Andriesse auf dem zweiten Transport von 1037 „Austauschjuden“ nach Bergen Belsen

24.2.1945 Tod des Vaters Herman in Bergen Belsen

Der Verlorene Zug

10.4.1945 Betje Andriesse mit ihren drei Kindern Abram, Rosetta und Mirjam auf dem dritten von der Bahnstation in Bergen Belsen abgehenden Transportzug zur Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz,

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

Nachkriegszeit

7/1945 sind viele der Tröbitz-Überlebenden im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals

September1945 Fiet Andriesse kommt aus Spanien nach Utrecht zurück.

16.10.1945 Rückkehr von Josef Andriesse nach Eindhoven, Hauptquartier der jüdischen Brigade in den Niederlanden

Oktober 1945 Rückkehr von Mutter Betje Andriesse mit den Geschwistern Abram, Rosetta und Mirjam nach Utrecht

Dort trifft sie auf den durch die US Army in Dachau befreiten Ehemann.

April 1946 Ehepaar Joop und Fiet Andriesse auf der SS KYRENIA zur Alija nach Palästina

1946 Bram Andriesse nach Palästina

1953 Schwester Mirjam nach Palästina

Emigration der Mutter Betje zu den Kindern nach Israel

27.4.1981 Tod von Betje Andriesse in Haifa

Gedenken

Quellen

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://collections.ushmm.org/search/catalog/pa27167, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=110044881

http://verlorenertransport.de/mirjam-lapid-andriesse.html

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22van%20Spiegel%201902%22%7D

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130432274

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/9962041

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Andriesse%20Herman%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130251899

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My