Heinrich „Heini“ Chaim Friedmann
*30.11.1925 in Berlin; ✡ ?
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Nathan Friedmann *9.10.1988 ; ✡ ?
Mutter Rosa Laura Sommer *13.2.1894 in Jaroslawl; ✡ ?
Geschwister
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Berlin Charlottenburg, Lutherstr. 19; Catharinahoeve in Gouda; Amsterdam, Merwedeplein 57
Heirat –
Kinder
Weiterer Lebensweg
Polenaktion
Vater und Bruder in Berlin verhaftet und abgeschoben nach Zbaszyn
Novemberpogrom
Das Geschäftslokal der Familie wird verwüstet
Kindertransport
6.12.1938 Heinrich Friedman auf dem Kindertransport aus Berlin über Bentheim nach Amsterdam; Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321
25.12.1938 Koloniehuis Sonsbeek, Schelmseweg 5, Arnhem
1939 Dommelhuis in Eindhoven
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
4.3.1940 Heinrich Friedmann in die Jeugdfarm in Gouda
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

Februar 1943 die Chaluzim werden nach und nach anderweitig untergebracht.

Heinrich Friedmann bekommt einen Posten als „Vorabeiter“ bei den Joods Volkstuinen der JCB in Amsterdam; er wohnt in Amsterdam, Merwedeplein 57, bei den Eltern von Chaluz Bernard Asscher
April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden. Daraufhin tauchen viele unter.
1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen
Schoshana Litten arrangiert eine Schleusung über Belgien nach Frankreich
Als holländischer Fremdarbeiter beim Bunkerbau für die Organisation Todt in Dan Lamier.
Verschiedene Arbeitsstellen für die Deutschen in Südfrankreich.
Toulouse müssen sie vor dem Untertauchen im Maquis einer Eid schwören, sich in Israel den bewaffneten Einheiten der Revisionisten anzuschließen.
Pyrenäenpassage
1.-13.März 1944 von St. Giron nach Lerida
Mitte Mai 1944 nach Barcelona
28.8.1944 Ausstellung eines ID-Certificate in Barcelona

In Barcelona betreut Heini Chaim Friedmann zusammen mit Bernard Asscher ein Heim für 30 jüdische Flüchtingskinder, die später auch auf der SS GUINEE nach Palästina kommen
Alija auf der SS GUINEE
Oktober 1944 erhielten die Palästina-Pioniere in Spanien von der britischen Mandatsregierung erteilte Einwanderungs-zertifikate für Palästina.
55 Hechaluz Mitglieder gingen am 27. Oktober 1944 in Cadiz an Bord des Schiffes „Guinée“ und erreichten am 4. November den Hafen von Haifa.
Seit Mai 1943 soll insgesamt 150 Palästina-Pionieren die Flucht aus den Niederlanden über Belgien bis Frankreich geglückt sein. Etwa 80 von ihnen überquerten in von der Toulouser Sektion der AJ organisierten Gruppen seit Februar 1944 die Pyrenäen und gelangten von Spanien aus in das unter britischem Mandat stehende Palästina
27.10.-4.11.1944 Heini Chaim Friedmann mit Arbeiter-Zertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS von Cadiz nach Haifa; Internierung im britischen Camp Athlit
14.11.1944 Entlassung der Chaluzim aus dem britischen Camp Athlit
Gedenken
–
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130289502
https://www.myheritage.de/research
Heinrich Friedmann (born 30 November 1925)
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947