Meijer Jacoba

Jacoba Keetje Meijer

*7.5.1923 in Gouda; ✡ 28.5.1943 in Sobibor

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Simon Meijer *1.1.1877 in Montfoort; ✡ 7.6.1971 in Gouda

Mutter Helena Troostwijk

Großmutter Elisabeth Troostwijk geb Cappel *6.2.1845 Gorinchem; ✡30.1.1926;

Roosje Meijer *13.8.1912 Montfoort; 21.5. 1943 in Sobibor; oo Erwin Plaat (1913-1943

Bertus Samuel *26.8.1915

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Gouda, Krugerlaan 83; Catharinahoeve in Gouda

Heirat ledig

Kinder; ✡?

Weiterer Lebensweg

1917 Familie Meijer mit Großmutter Elisabeth Troostwijk nach Gouda, Krugerlaan 83

Vater Simon war Mitglied im Aufsichtsrat und 16 Jahre Schatzmeister des „Centraal tehuis“ in Gouda

Drei Jahre HBS

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

12.8.1940 Jacoba Keetje Meijer zur Hachschara nach Gouda Krugerlaan 83

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich

durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl

von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

20.10.1941 Jacoba Keetje Meijer abgemeldet aus der Jeugdfarm nach Gouda

Ausbildung zur Pflegekraft im Centraal Tehuis voor Israelieten, Pflegeheim in Gouda

4.9.1942 Bruder Samuel als Hausknecht im Centraal Tehuis angestellt

Kamp Westerbork

Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.

Werkkampen -jüdische Arbeitslager

Im September 1940 wurden im Zuge der Arbeitsbereitstellung durch das Reichsamt für Arbeitserweiterung „Werkkampen“ errichtet.

Anfang Juli 1942 Paul Cohen zur Zwangsarbeit in das Werkkamp Conrad in Rouveen

Ab September 1942 dienten diese Lager als jüdisches Arbeitslager und Puffer für das Lager Westerbork.

Oktober 1942 Auflösung aller jüdischer Arbeitslager

In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober wurden alle Juden abgeführt.

3.-5.10.1942 Registrierung der in das Lager Westerbork eingewiesenen jüdischen Zwangsarbeiter; die bislang nicht internierten Angehörigen werden durch Razzien gesucht und ebenfalls nach Westerbork verbracht, ; innerhalb weniger Tage wächst die Belegung des Lagers von 3000 auf über 15000.

1.-4.10.1942 Jacoba mit Bruder Bertus und Mutter Helena eingewiesen in das Kamp Westerbork; zuletzt in der Strafbaracke 67

25.5.1943 Jacoba Meijer mit Bruder Bertus und Mutter Helena deportiert von Westerbork nach Sobibor

Nachkriegszeit

Vater Simon überlebt im Versteck

Gedenken

Quellen

https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf

https://www.myheritage.de/research

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130341794

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5151291

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130342053

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meijer%20Bertus%201915%22%7D

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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