Henriette Roos
*26.4.1925 Amsterdam; ✡ 1.9.1942 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit Niederlande
Religion jüdisch
Vater Jacob Levy Roos *5.5.1893 in Lochem; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz
Mutter Jeannette Bosmann *28.3.1900 ASD; 10.8.1942 Auschwitz
Geschwister Abraham Roos *1.5.1922 ASD; ✡1.5.1944 in Auschwitz

Großvater Abraham Roos*1857; ✡26.7.1931 in Hilversum
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Amsterdam; Catharinahoeve in Gouda
Heirat
Kinder; ✡?
Weiterer Lebensweg
Vater Jacob war Arzt.
1.5.1941 Verbot für jüdische Ärzte, Nichtjuden zu behandeln; Vater Jacob übergibt seine Praxis an Dr. J. Kappers.

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
15.7.1940 Henriette Roos von Amsterdam zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich
durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl
von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
31.7.1942 Henriette Roos abgemeldet aus Gouda nach Amsterdam
Die missglückte Flucht in die Schweiz
Juli 1942 Aufrufe zu den ersten Massendeportationen
17.7.1942 Bruder Abraham geht in ein Versteck
13.8.1942 Suchanzeige für den untergetauchten Bruder durch den Polizeicommissar des Jeugd Bureau von Amsterdam
Flucht Abraham ‘Bram’ Roos nach Belgien und Frankreich mit dem Ziel die rettende Schweiz zu erreichen. Er wird aber verhaftet und in einem französischen Internierungslager eingesperrt
Deportation von Bruder Abraham ‘Bram’ Roos ab Drancy nach Auschwitz
1.5.1944 Tod von Bruder Abraham in Auschwitz
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.

10.8.1942 Henriette Roos auf dem Transport ab Station Hooghalen nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Gedenken
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Quellen
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5152414
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947