Hanauer Elfriede

Elfriede Friedel Hanauer *5.1.1920 in Euskirchen; ✡ ?;

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegfried Shlomo Hanauer *1.9.1878 Euskirchen; ✡2.4.1938 Tel Aviv

Heirat der Eltern November 1910 in Unna

Mutter Käthe Grünewald*7.11.1887 in Unna; ✡ 8.2.1977 in Rishpon

Großvater Selig Hanauer *21-10-1844 in Wandsbeck; ✡ 3.9.1925 in Euskirchen

Großmutter Pauline Hirschfeld/t *7.7.1852 in Neuwedel;

Großvater Moritz Moses Grünewald *16.11.1856 in Pömbsen; ✡10.4.1927 in Unna

Großmutter Luise Grünewald geb. Meyer *30.6.1852 in Oelde; ✡15.12.1938 in Unna

Urgroßeltern Salomon Lewy Hanauer(*1804 Winschoten) und Goltje Fraenkel

Geschwister

Viktor Hermann Hanauer *13.9.1911 in Euskirchen; ✡ 27.10.1967 in Kapstadt; oo Gertrud Gartner

Felix Zwi Hanauer/Hanaor *7.11.1912 in Euskirchen; ✡ ?; oo Zisla Berger

Paul Shaul Hanauer *5.3.1915 in Euskirchen; ✡ 26.2.1995 in Rishpon;

Paul heiratet Erna Ester Spiegel *4.5.1908 Dortmund

Cousin/e zweiten Grades

Herbert Hanauer /Uri Naor *28.6.1918 in Allenstein; ✡22.8.1954 in Dorot, Israel

Tea Hanauer *6.1.1910 Eydtkuhnen; ✡ 9.12.1994 Den Haag; oo Alexander Wolf (1905-1943)

Beruf Praktikant

Adressen Euskirchen, Wilhelmstraße 9; Unna, Kaiserstraße 26; Berlin; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 27.3.1945 in Haifa Heinz Brotzen *15.9.1910 in Breslau; Brotzen wurde am 27-8-1943 geschieden von Eva Mendelsohn

Kinder

Weiterer Lebensweg

1875 Großeltern Selig und Pauline Hanauer von Lingen nach Euskirchen

3.9.1925 Tod des Großvaters Selig Hanauer in Euskirchen, Wilhelmstraße 11

1930 Umzug der Familie nach Unna zur Großmutter Luise Grünewald

Ostern 1930 -Ostern 1934 Friedel Hanauer bis zur Untertertia auf dem Oberlyzeum in Unna

1934-1935 Pflegehilfe im Israelitischen Altersheim in Unna

Juni 1935 zur Schulausbildung nach Berlin

28.8.1934 Passausstellung für Paul Hanauer in Berlin

Beth Chaluz Regensburg

März bis Mai 1936 Paul Hanauer zur Hachschara ins Beth Chaluz Regensburg

Das Beth Chaluz in Regensburg, Weißenburgstraße 31 war ein Hachschara-Wohnheim des Hechaluz, auch „Praktikantenheim“ genannt. Es bestand zumindest seit 1936.

14.4.1937 Passausstellung für Erna Spiegel in Münster

Der Aufbau des

Werkdorp Nieuwe Sluis

1.7.1936 Paul Hanauer mit Erna Spiegel zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

6.8.1936 Paul Hanauer mit Erna Spiegel angemeldet in Barsingerhorn

1.12.1936 Friedel Hanauer angemeldet in Barsingerhorn

16.11.1936 Friedel Hanauer aus „Veng“? zur Hachschara ins Werkdorp

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

1.1.1938 Bruder Paul Hanauer auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Paul und Friedel Hanauer wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Bruder Viktor

8.11.1932 Viktor Hanauer von Berlinzurück nach Unna zu den Eltern

18.8. 1933 abgemeldet nach Aachen

1935 Heirat in München mit Gertrude Rose Gartner. Alija des Ehepaars nach Palästina und später nach Johannesburg in Südafrika. Er stirbt am 27.10.1967 in Kapstadt

Alija der Familie Hanauer

1938 beide Eltern nach Palästina

13.11.1933 Ankunft von Bruder Felix aus Berlin nach Tel Aviv

1938 Bruder Viktor mit Ehefrau aus München nach Palästina

21.3.1938 Ankunft von Elfriede Hanauer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)

30.12.1938 Friedel Hanauer abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina

31.12.1938 Friedel Hanauer und Cousin Herbert auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

3.6.1939 Ankunft von Paul und Erna Hanauer auf der SS CHAMPOLLION in Tel Aviv mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

5.6.1939 Paul Hanauer abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina

13.12.1942 Einbürgerung von Paul und Erna Hanauer in Palästina

Nachkriegszeit

10.2.1946 Einbürgerung von Schwester Elfriede Brotzen in Palästina

1952 Paul Shaul Hanauer verlässt den Kibbuz; er schließt sich der Kleinsiedlergemeinschaft Rishpon an, ist dort zeitweilig der Sekretär.

5.12.1984 Elfriede Brotzen berichtet in einem Brief an Andres Antepoth (Kamen) von ihren Erinnerungen

Gedenken

4.6.2012 sechs Stolpersteine für die Familie Hanauer in Unna, Friedrich-Ebert-Straße 26

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.juedischeslebeninunna.de/de/nachschlagen/familie-hanauer

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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