
Herbert Blumenthal
*14.9.1903 in Breslau; ✡ ? in Ramat Gan.
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Jair Georg Blumenthal*30.10.1867 in Breslau; ✡ ?
Mutter Berta Mannaberg *27.2.1882 in Berlin ; ✡ vor 1945
Beruf –
Adressen Breslau; Urfeld;

Heirat Ruth Brauer *27.8.1917 in Breslau
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
20.8.1935 Passausstellung für Herbert Blumenthal in Breslau1936 Geschäftsaufgabe in Breslau der Fa. Blumenthal
Hachschara in Urfeld
1936 Herbert Blumenfeld zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.
Bis zum Schluss war Benny Paul Stein Madrich in Urfeld.

Juni1938 Alija von Herbert Blumenthal über Jugoslawien nach Palästina
19.12.1938 Ankunft von Herbert Blumenthal und Frau in Tel Aviv mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
10.7.1941 Einbürgerung des Ehepaar Blumenthal in Palästina
Minderheitenzählung
17.5.1939 beide Eltern in Breslau, Goethestraße 24/26
Breslau- Lublin
Mutter Bertha eingewiesen aus Breslau in das Sammellager Riebnig
3.3.1942 Deportation von Breslau nach Lublin
Berlin-Theresienstadt-Treblinka
Am 2. und 4. Juni 1942 (Alterstransporte I/1und I/2) wurde der Großteil der Bewohner/-innen des Altenheims in der Großen Hamburger Straße 26 nach Theresienstadt deportiert.
2.6.1942 Vater Georg Blumenthal auf dem ersten „Alterstransport“ nach Theresienstadt
Die Stapoleitstelle nutzte das Gebäude nach der Räumung als Sammellager.

19.9.1942 Vater Georg auf dem Transport B o von Theresienstadt nachTreblinka
Nachkriegszeit
19.-28.1.1952 Ausreise aus Israel; von Neapel auf der SS CONSTITUTION nach New York
„Wiedergutmachung“
April 1968 Schriftwechsel über den Entschädigungsantrag
Gedenken
–
Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07611 -24
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en1499855
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en1036533
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5021960
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8096); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History