
Rolf Ruben Moses Emanuel
*5.10.1912 in Kassel; ✡ 24.4.1969 Isarel
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Eltern ungesichert
Vater Siegfried Isachar Emanuel *11.12.1871 in Hamburg; ✡5.7.1943 Theresienstadt
Mutter Clara Flörsheim *31.8.1886 in Hünfeld; ; ✡ 15.10.1944 in Auschwitz
Verwandt
Bertel Emanuel *30.4.1914 in Nentershausen; Urfeld; ✡ 27.11.2005 Naharija
Markus Mordechai Emanuel *27.1.1894 in Fulda; 5.2.1945 in Bergen Belsen
Geschwister ?
Beruf
Adressen Kassel; Hamburg; Urfeld;

Heirat 25.1.1937 Etla Einhorn *29.4.1912 in Zmigrod, Neusander;
Kinder
Noemi Claire Emanuel *25.1.1937 in Affula
Weiterer Lebensweg
16.9.1933 Passausstellung für Rolf in Hamburg
26.6.1935 Passausstellung für Etla Einhorn in Hamburg
Hachschara in Urfeld
Rolf Emanuel zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Alija
12.10.1936 Einreise von von Etla und Rolf Emanuel in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
29.4.1941 Einbürgerung von Etla und Rolf Emanuel in Palästina
Nachkriegszeit
31.1.-8.2.1956 Rolf M. Emanuel auf der SS INDEPENDENCE von Cannes nach New York

Keine weiteren Daten zu Rolf Emanuel
Gedenken
Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History