Emanuel Etla

Etla Emanuel geb. Einhorn

*29.4.1912 in Zmigrod, Neusander;

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Verwandt

Bertel Emanuel *30.4.1914 in Nentershausen; Urfeld ✡ 27.11.2005 Naharija

Markus Mordechai Emanuel *27.1.1894 in Fulda; 5.2.1945 in Bergen Belsen

Geschwister ?

Beruf  

Adressen Neusander; Urfeld; Affula

Heirat 25.1.1937 Rolf Ruben Moses Emanuel *5.10.1912 in Kassel; ✡ 24.4.1969

Kinder

Noemi Claire Emanuel *25.1.1937 in Affula

Weiterer Lebensweg

16.9.1933Passausstellung für Rolf Emanuel in Hamburg

26.6.1935 Passausstellung für Etla Einhorn in Hamburg

Hachschara in Urfeld

Etla Einhorn und Rolf Emanuel zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Alija

12.10.1936 Einreise von von Etla und Rolf Emanuel in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

29.4.1941 Einbürgerung von Etla und Rolf Emanuel in Palästina

Nachkriegszeit

Keine weiteren Daten zu Etla und Rolf Emanuel

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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