Rose Susanna

Susanna Ruth Rose

*19.8.1925 in Borna ; ✡ 16.5.2012 in Guilderland, NY

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Calel Karl Rose *11.3.1888 in Krakau; 1944 in Stutthof

Heirat der Eltern 15.8.1922

Mutter Berta Stieglitz *18.4.1892 in Krakau; ✡ 2.3.1945 Flecktyphus

Geschwister

Norbert Rose *8.1.1924 in Borna

Manfred Rose *18.3.1928 in Borna; 1942 Ghetto Riga

Heinz Erich Rose *15.6.1931 in Borna; in Riga

Beruf  

Adressen Leipzig, Poetenweg 47; Urfeld;

Heirat Jack Davis

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

Minderheitenzählung

17.5.1939 Susanna Ruth und ihre Familie Rose in Leipzig, Poetenweg 47

Hachschara in Urfeld

Ruth Rose zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Leipzig Dresden Riga

Mitte Januar1941 Deportationsbefehl für die Familie Rose

19.1.1942 Verbringung auf LKW in das Sammellager in einer Leipziger Schule

21.1.1942 Auf offenen LKW’s zum Güterbahnhof Leipzig

21.1.1942 Transport in alten 3. Klasse Personenwagen von Leipzig nach Skirotawa, Riga

24.1.1942 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager

Mitte Januar1941 Deportationsbefehl

19.1.1942 Verbringung auf LKW in das Sammellager in einer Leipziger Schule

21.1.1942 Auf offenen LKW’s zum Güterbahnhof Leipzig

21.1.1942 Transport in alten 3. Klasse Personenwagen von Leipzig nach Skirotawa, Riga

24.1.1942 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Nach verschiedenen Arbeitskommandos in Riga arbeitet sie in der Ambulanz der Gruppe Sachsen als Krankenschwester unter Dr. Rothschild aus Leipzig und Frau Dr. Schreiber aus Prag, dann wird sie leitende Krankenschwester im Reservelazarett im Kasseler Haus auf der Virsaisa iela.

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager

4.8.1944 Ankunft in Stutthof aus Kauen

4.8.1944 mit dem Familientransport aus dem Ghetto/KL Kauen nach Stutthof

Ab 8. Juli 1944 wurde das KZ Kauen aufgelöst. Über mehrere Tage hinweg wurden die KZ-Häftlinge per Schiff und Bahn zunächst ins KZ Stutthof gebracht und dort selektiert. Die einen wurden unter anderem am 26. Juli ins KZ Auschwitz transportiert, die anderen unter anderem am 15. Juli, 29. Juli und 18. August 1944 ins KZ Dachau, viele weiter in den todbringenden KZ-Außenlagerkomplex Kaufering

Ruth Rose überlebt, ihre Familie kommt in Riga und Stutthof um.

Nachkriegszeit

9.11.1947 in Leipzig

9.12.1951 auf der USS HOMELAND, USA

Heirat Jack Davis in den USA

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420121-Leipzig13.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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