Tenzer Hans

Hans Yohanan Tenzer

*3.11.1920 in Laufersweiler; Helene Philipsthal

Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos

Religion jüdisch

Vater Abraham Moses Tenzer *27.10.1920 in Przemysl; ✡vor 1945 in Polen

Mutter Klara Rauner *21.7.1894 in Laufersweiler; ✡vor 1945 in Polen

Geschwister

Markus Tenzer *21.4.1917 in Laufersweiler; ?.Israel; oo Batia Weil

Beruf  

Adressen Laufersweiler; Urfeld;

Heirat Ellen Jalila Philipsthal *4.7.1923 in Stolp; ✡ 27.10.1993 in Haifa


Vera, Benno, Irma, Eva, Ellen Philipsthal; Fotoarchiv Familie Tänzer/Rosenthal

Kinder

Irit Tänzer; oo Jonathan Rosenthal

Yael Tänzer; oo Levanon

Ron Tänzer

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

31.8.1934 Bruder Markus Tenzer von Laufersweiler zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling

Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Das jüdische Umschulungslager Hof Wecker

Hans Tenzer zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker, gelegen an der Bahnlinie Berlin-Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.

Er bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.

Ella Philipsthal zur Hachschara ins Landwerk Ahrensdorf

17.5.1939 Ellen in Jüterbog-Luckenwalde, Ahrensdorf bei Minderheiten-Volkszählung

Abschiedsfoto der Familie Karla, Hans, Markus und Abraham Tenzer –
Rückseite „Euch liebe Eltern, zum Abschied und aus Dankbarkeit 13.12.1935“; Co: Synagoge Laupersheim

Alija

9.12.1935 Markus Tenzer abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

23.12.1935 Ankunft von Markus Tenzer auf der SS GALILEA

30.8.1937Ankunft von Hans Tenzer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

1939 Ellen Philipsthal im Rahmen der Jugend-Alija mit einem B(III) Zertifikat nach Palästina

Jonathan Rosenthal berichtet:

„Im Jahr 1943 zog Ellen nach Haifa. Dort lebte sie mit einer Freundin in einer kleinen Einzimmerwohnung. Beide arbeiteten in einem Militärlager und verdienten so ihren Lebensunterhalt. Nach der Heirat ihrer Mitbewohnerin begann Ellen als Kellnerin in einem Café zu arbeiten. Dort lernte sie Jochanan (Hans) Tenzer kennen.“

Polenaktion

28.10.1938 Ausweisung des Vaters Tenzer nach Zbaszyn

1939 Klara Tenzer nach Polen

Nachkriegszeit

Gedenken

Grabstein für Jalila Tenzer auf dem Sde Yehoshua (Kfar Samir) Cemetery, Haifa, Israel

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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