Tikotzki Efraim

Efraim Tikotzki/Tykocki

*10.8.1920 in Grajewo;✡ 22.8.1997 Netanja

Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos

Religion jüdisch

Vater Zwi Hersch Hermann Tikotzki *18.8.1884 in Grajewo; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Hanne Chava Antmann *10.8.1884 in Grajewo; ✡ vor 1945 in Polen

Cousine

Sara Tikotzki *15.10.1917 in Grajewo; ✡ vor 1945 in Polen; oo Friedmann

Beruf –

Adressen Grajewo; Zerbst; Urfeld;

Heirat Chaja Lehrmann*1922; 15.2.2002

Kinder vier

Dov Ben Zion Tikotzki  *1.11.1943 in Tel Aviv-

Tochter Tikotzki; oo Moskowitz

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

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2.7.1937 Efraim Tikotzki aus Zerbst zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

18.8.1937 Efraim Tikotzki abgemeldet aus Urfeld nach Zerbst

Polenaktion

28.10.1938 Vater Hermann, Mutter Hanne, Cousine Sara sowie Onkel Israel und Tante Rosa Tikotzki abgeschoben aus Zerbst nach Zbaszyn

1.8.-10.11.1942 alle eingewiesen ins Ghetto Grajewo; dann Ghetto Bogusze

Alija

Zeitpunkt und Route der Alija von Efraim Tikotzki unbekannt

Nachkriegszeit

Gedenken

29.3.2010 Stolpersteine für Hanna und Hermann Tikotzki in Zerbst, Wolfsbrücke 35

14.10.2011 Stolpersteine für Israel, Rosa und Sara Tikotzki in Zerbst, Wegeberg 21

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de250784

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de205105

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de647256

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1275819

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de982151

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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