Perl Heinz

Heinz Perl

*12.8.1911 Deutsch Krone; ✡11.9.1989 USA

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Meir Max Perl *15.11.1874 in Steinau; ✡ vor 1944 in Theresienstadt

Mutter Fanny Lewisohn*22.11.1877 in Brodnica; ✡28.4.1944 in Theresienstadt

Geschwister

Beruf Techniker

Adressen Deutsch Krone; Gut Winkel

Heirat Margot Nebel *19.10.1913 in Gleiwitz;

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Margot und Ehemann Heinz zur Hachschara ins Gut Winkel Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Margot und Ehemann Heinz in Gut Winkel Spreenhagen

17.5.1939 beide Eltern in Berlin Brüderstraße 16/18

17.5.1939 Schwägerin Bianca Nebel in Berlin Wilmersdorf, Hektorstr. 3

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft von Margot und Ehemann Heinz in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft von Margot und Ehemann Heinz in Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Margot Perl in Athlit; sie gibt ihren Schwager Max Perl, 16/18 Brüderstr Berlin als Referenz an , als Gemeindeältesten Joachim Prinz, Chief Rabbi Berlin (Dokument D/733/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

18.2.1940 Registrierung von Heinz Perl in Athlit; er gibt als Referenz an Rabbiner Van der Zyl Berlin (Dokument D/895/40/CHU)

21.7.1940 Entlassung von Heinz Perl aus dem Lager Athlit

Theresienstadt

30.10.1942 beide Eltern auf dem Alterstransport I/74 von Berlin nach Theresienstadt

28.4.1944 Tod der Mutter Fanny in Theresienstadt

Nachkriegszeit

1964 Einbürgerung von Ehepaar Perl in Massachusetts

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7

Siegfried Ransch: Jüdisches Arbeitsheim Radinkendorf (1940 bis 1943). Nora Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide, Berlin 2010

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?sfrom=1214&s=2460&id=746&buchstabe=B

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/11221991?s=Baum%20Werner%201920&t=2575175&p=3

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT20-42.jpg

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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