Ingwer Kurt

Kurt Ingwer

*26.12.1923 in Berlin; ✡ 9.11.1996 in Miami

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Simon Ingwer *27.12.1877 in Wronki; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Mutter Rosa Gabriel *10.3.1895 in Bromberg; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Geschwister Günther Ingwer *3.10.1927 in Berlin; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Beruf

Adressen Berlin, Friedrichshain, Boxhagener Straße 118; Havelsberg, Westprignitz

Heirat

Kinder

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Kurt Ingwer bei den Eltern mit Bruder Günther in Berlin, Friedrichshain, Boxhagener Straße 118

Weiterer Lebensweg

Havelberg 1940 hinten links Kurt Ingwer, Artur Posnanski (2.v.l.), Horst Buchholz, Manfred Perlstein, Siegbert Sdralek, Harry Skurnik, Hermann Pelikan, Leo Wolf; (die Namensangaben sind fraglich, Zahl stimmt nicht); Fred Overländer vorn
außerdem 5 Frauen Lilo Rothenstein, Liddi Pauline Gerechter,  Uschi Abrahams, Margot Josephs, Gustel Hartogsohn,

Sommer 1939 Kurt Ingwer zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht.

16.11.1936 Richard Horn eingestellt als Betriebsleiter in Havelberg; in dieser Funktion bleibt er bis September 1939. Danach waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

Alija

10.2.1940 abgemeldet zur Emigration

19.3.1940 Passausstellung für Kurt Ingwer in Perleberg, Westprignitz

4.4.1940 Ankunft von Kurt Ingwer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)

2.11.1942 Eintritt in die Palestinian Company der Royal Army

3.6.1943 Einbürgerung in Palästina

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

3.3.1943 beide Eltern und Bruder Günther auf dem 33. Osttransport ab Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

6.-20.12.1956 Kurt Ingwer von Haifa nach New York

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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