Ambus Fanny

Fanny Ambus- Schwartz

*25.11.1921 in Berlin; ✡ 14.10.2013 in Tel Aviv

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Jakob Schmuel Ambus *18.4.1889 in Warschau; ✡ 22. März 1943 Ghetto Warschau

Mutter Scheindel Schwartz *1892 in Warschau; ✡  23.12.1922 in Berlin

Geschwister fünf

Baruch Ambus *4.2.1915; ✡22.11.1991 Israel; oo Lea Anschelson

Leo Ambus *17.8.1920; Auschwitz Überlebender

Beruf

Adressen 

Heirat 1944 im Kibbuz Haogen mit Moshe Weiser *15.4.1917 Slowakei; Sept. 1984

Kinder

Weiterer Lebensweg

Waldgehöft Havelberg

1939 Fanny Ambus zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Fanny Ambus mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft bei der Minderheitenzählung

17.5.1939 Bruder Leo in Berlin, Markusstraße 14

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

Alija beth auf der SS LIESEL

17.5.1939 Einschiffung von Bruder Baruch Schwartz im rumänischen Donauhafen Tulcea mit 906 Maccabi-Revisionisten auf den griechischen Dampfer SS LIESEL

2.6.1939 von Schiffen der Royal Navy vor Palästina aufgebracht

3.6.1939 Ankunft der SS LIESEL in Haifa

4.6.1939 Entlassung von Bruder Baruch mit allen Passagieren

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Fanny Schwartz in Athlit; sie gibt als Referenz Mathilde Guggenheim an , Rabbi Dr Freier als Gemeindeältesten (Dokument D/656/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager;

sie nennt als Kontaktadresse ihren Bruder Baruch Ambus

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Fabrikaktion

2.3.1943 Bruder Leo auf dem 32.Osttransport von Berlin nach Auschwitz

April 1945 befreit auf dem Todesmarsch von Flossenbürg – Dachau in Ganacker

Nachkriegszeit

Juli 1945 Bruder Leo im DP Camp Hebertsfelden

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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