
Herbert Nathan
*2.2.1914 in Köln; ✡ 10.7.2003 in RamatHaShavim
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Nathan *18.9.1882 in Mainz; ✡Oktober 1944 in Auschwitz
Mutter Rosalie Rosendahl *17.5.1879 in Gangelt; ✡ 8.7.1941 Köln Ehrenfeld
Geschwister

Rudolf Nathan *2.1.1915 in Köln; ✡?
Beruf –
Adressen Köln, Brüsseler Straße 104; Hof Jägerslust bei Flensburg;
Heirat

4.3.1937 in Hamburg Johanna Fleischhacker *30.9.1912 in Hildesheim; ✡April 1964
Ada Peyser *27.2.1914 in Sorau; ✡13.12.2005 Israel
Kinder
Tochter Nathan
Weiterer Lebensweg
Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg
17.5.1935 Passausstellung für Herbert Nathan in Köln
1935 Hanna Fleischhacker zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg
28.11.1935 Passausstellung für Hanna Fleischhacker in Flensburg
1935 Herbert Nathan zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof
Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg
Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.
1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.
1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird
Alija
1937 Herbert und Hanna Nathan nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz
Hachschara im Beth Chaluz Augsburg Bruder Rudolf Nathan zur Hachschara als Gärtnerpraktikant nach Augsburg, Beth Chaluz in der Armenhausgasse B 121 a (21); Träger war der Hechaluz; das Beth Chaluz befand sich bis 1937 in der Bernheimer-Villa in der Friedberger Straße 9; von Augsburg gingen viele Jugendliche auf das Hachschara Gut Bannacker in Augsburg-Bergheim, der Hechaluz betrieb dort in Haus drei eine landwirtschaftliche Ausbildung
Novemberpogrom
10.11.1938 33 Chaluzim verhaftet in Augsburg im Novemberpogrom, Bruder Rudolf Nathan mit insgesamt 28 über 18- Jährigen Chaluzim aus dem Wohnheim für jüdische Auszubildende in der Armenhausgasse, „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21193

8.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau mit der Auflage, Deutschland zu verlassen
1939 Rudolf Nathan nach Dänemark
1943 Massenflucht über den Öresund nach Schweden
1945 Rückkehr von Bruder Rudolf nach Dänemark
Köln – Theresienstadt – Auschwitz
8.7.1941 Tod der Mutter im Israelitischen Asyl in Köln Ehrenfeld
6.3.1942 zweite Ehe des Vaters mit Else Lachs (1895-1944)
25.9.1942 Deportation III/6 von Köln nach Theresienstadt

23.10.1944 Julius und Else Nathan auf dem Transport E t von Theresienstadt nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Zweite Ehe mit der Witwe Ada Saul-Peyser, die ihren Sohn Jona Saul (1935-2025) mitbringt
Gedenken
–
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de934566
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de934433
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/5104728
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/130429447
http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/
Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.
Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136