Ruth Hannah Goldstein
*8.2.1920 in Nordhausen; ✡ 11.8.1986 in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Isidor Goldstein *8.1.1874 in Nordhausen; ✡ 5.5.1943 in Theresienstadt
Mutter Hildegard Steinitz *7.8.1893 Berlin; ✡ 19.10.1944 in Auschwitz
Geschwister
Marianne Goldstein *6.4.1917 in Nordhausen; ✡1987 in England; oo Luddington
Joachim Goldstein *11.2.1935 in Nordhausen; ✡19.10.1944 in Auschwitz
Beruf Praktikantin
Adressen Nordhausen, Hallesche Straße 13; Hindenburg, Kampfbahnallee 41; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Mundstock/Monar (Günter ? *3.6.1924?)
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
2.5.1937 Ruth Goldstein zur Hachschara als Praktikantin in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im Makkabi Hazair
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

30.6.1938 Ruth Goldstein auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Ruth Goldstein in Gut Winkel, Spreenhagen
Sommer 1939 Ruth Goldstein nach England
Theresienstadt


Der Familie Goldstein werden durch betrügerische Heimeinkaufsverträge (H-Vertrag) die letzten finanziellen Reserven geraubt
20.12.1942 beide Eltern mit Bruder Joachim auf dem Transport XVI/1 Weimar-Halle-Leipzig-Theresienstadt
5.5.1943 Tod des Vaters in Theresienstadt

16.10.1944 Mutter Hilde mit Bruder Joachim auf dem Transport E r von Theresienstadt nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Alija
Ruth Goldstein von England nach Palästina mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz
Gedenken
Stolpersteine für Isidor, Hildegard und Joachim Goldstein in Nordhausen, Hallesche Straße 13
Quellen
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316