Honig Lotte

Lotte Honig

*2.8.1909 in Worms; ✡ ?

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Zacharias Fritz Honig *26.2.1871 in Worms; ✡ 25.2.1925

Heirat der Eltern 23.12.1898 in Frankfurt

Mutter Helene Eger *27.11.1873 in Bamberg; ✡ 22.8.1943 in Theresienstadt

Geschwister

Elsa Honig *12.3.1900 in Worms; ✡ 1958 in London; oo Jakob Lebrecht

Nichte/Neffen

Edith Lebrecht *21.6.1926 in Worms

Fritz Lebrecht/Fred Leighton in Worms

Beruf Haushilfe

Adressen Worms, Moltkeanlage 10; Frankfurt, Ulmenstraße 6; Hof Jägerslust bei Flensburg

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936-37 zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg.

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Novemberpogrom

10.11.1938 brutaler Überfall und Verwüstung des Gut Jägerhof, angeführt vom Flensburger Polizeipräsidenten SS Standartenführer Hinrich Möller. Alle Bewohner werden verhaftet, die Männer ins Polizeigefängnis Kiel, von wo sie später ins KL Sachsenhausen deportiert werden. Hofbesitzer Alexander Wolff kann im letzten Moment über die nahe gelegenen dänische Grenze flüchten. Seine Mutter Käthe Wolff kommt mit den Frauen ins Polizeigefängnis nach Flensburg; sie werden nach einem Tag entlassen.

28.12.1938 Entlassung von 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Gut Jägerslust

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Lotte Honig in Worms, Moltkeanlage 10

Sommer 1939 Emigration nach England mit „domestic permit

Britischer Census

29.9.1939 in Stone Lauen, Talland Hill, Liskeard R.D., Cornwall; Haushilfe bei Ehepaar Alfred und Rose Davey

27.9.1942 Mutter Helene auf dem Transport XVII/1 ab Darmstadt nach Theresienstadt

22.8.1943 Tod der Mutter Helene in Theresienstadt; Diagnosen: Altersschwäche, Myokarditis; Verwandte in Theresienstadt ist die Schwägern Sophie Bing geb. Honig

Gedenken

31.1.1985 Pages of Testimony für Helene Honig und Edith Lebrecht von Fred Leighton/Lebrecht

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de940023

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5049591

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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