Immerglück Norbert

Norbert Nathan Nachum Immerglück

*13.10.1917 in Zwickau; ✡6.3.2004 in Tel Aviv

Staatsangehörigkeit polnisch

Vater Moses Immerglück *18.5.1892 in Olkucz; ✡vor 1945 in Polen

Mutter Eva Chava Wulff *1.12.1890 in Maciejowice; ✡vor 1945 in Polen

Geschwister

Salomon Immerglück *16.9.1919 in Zwickau; ✡vor 1945 in Polen

Josef Immerglück *29.1.1921 in Leipzig; ✡11.7.1948 Israel

Sara Immerglück *11.6.1924 in Leipzig; ✡vor 1945 in Polen

Beruf Gärtner; Mechaniker

Adressen Zwickau; Leipzig, Alexanderstraße 14;

Heirat in Tel Aviv mit Sabine Stein *20.9.1926; ✡30.1.2023

Kinder

Weiterer Lebensweg

Vater Mose ist Uhrmacher, Mutter Eva ist die Geschäftsinhaberin

30.9.1935 Passausstellung in der polnischen Botschaft in Leipzig

Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Norbert Immerglück auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 64 Teilnehmern aus Deutschland

Norbert Immerglück zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Gut Winkel

18.2.1939 Norbert Immerglück offiziell abgemeldet nach Italien

Bruder Josef Immerglück zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Landwerk Steckelsdorf bei Rathenow im Landkreis Jerichow II. Lagerleiter ist Dr. Benjamin Abrahamson, ab 1941 Kurt Silberpfennig

Polenaktion

28.10.1938 die Familie wird ausgewiesen in der ersten Polenaktion, deportiert nach Zbaszyn, die Eltern und Schwester Sara verhaftet in Leipzig

28.10.1938 Josef Immerglück und drei weitere Chaluzim mit polnischem Pass verhaftet in Steckelsdorf und nach Zbaszyn deportiert; es sind diese vier: Siegfried Frank, Josef Immerglück, Artur Salli Kramer, Leopold Sandberg

28.10.1938 Salomon Immerglück verhaftet in Mannheim und nach Zbaszyn deportiert

12.3.1939 Vater Moses aus dem Lager Zbaszyn entlassen

1.9.1939 Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen

Oktober 1939 Lager Zbaszyn wird aufgelöst

Bis auf Norbert kommt gesamte Familie vor 1945 in Polen um.

Alija

1939 Josef Immerglück geht mit Fanny und Hermann Brecher in ein Hachscharalager bei Bialystok

16.8.1940 Ausstellung eines polnischen Passes in Kaunas, Litauen

26.2.1941 Britisches Visum für Josef Immerglück erstellt in Moskau

1940/41 Mit Hermann Brecher aus Bochum über Moskau, Odessa, Istanbul, Syrien und den Iran nach Palästina

12.3.1941 Einreise von Josef nach Palästina

2.1.1939 Ankunft von Norbert Immerglück auf der SS GALILEA von Triest in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

6.7.1942 Eintritt in die Royal Army, Palestinian Company

18.10.1942 Einbürgerung in Palästina

11.7.1948 Tod des Bruders Josef im Unabhängigkeitskrieg als Soldat der Brigade „Golani“. Er fiel bei der Verteidigung von Gilboa, an der Straße zwischen Mokibela und Zar’in. Bestattet im Militärbereich des Friedhofs im Kibbuz Ein Hanatziv, Israel

Gedenken

7.5.1999 Pages of Testimony für die Eltern und Sara Immerglück von Nakhum Norbert Gadiel Imerglück

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129824369

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de254397

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de254654

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de254540

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1252226

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1195127

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

Liste der Zbaszyn-Deportierten, die Verwandte im Ausland haben, erstellt in Krakau August 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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