Margot Todtenkopf
*1921 in Prechlau, Westburg; ✡ 1.5.1945 in Bergen Belsen
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Alex Todtenkopf *3.11.1881 in Konitz ; ✡ 11.3.1944 in Theresienstadt
Mutter Flora Segall *16.1.1889 in Groß Lonk, Westpreußen; 31.10.1944 in Auschwitz; ✡ ?
Großeltern Bernhard Todtenkopf und Ernestine Itzigsohn
Geschwister
Anneliese Todtenkopf * 23.7.1913 in Prechlau; oo Schoeps
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Prechlau; Amsterdam, Minervallan 42; Catharinahoeve in Gouda; Apeldoorn
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
7.2.1939 Margot Todtenkopf in die Niederlande

10.5.1939 die Eltern fliehen nach Amsterdam, Minervalaan 42
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1939 Margot Todtenkopf zur Hachschara in die Jeugdfarm Gouda

vorn: unbekannt, Otto Erich Fleischhacker, Manfred Samson (Schlomo), Roza Pinkhof, unbekannt
Apeldornsche Bos
Ca 1939 Margot Todtenkopf geht als Angestellte in die Centraal Israëlitisch Krankzinnigengesticht Het Apeldoornse Bos, Zutphensestraat 106
20.1.1943 Ankunft des Jüdischen Ordredienst aus Kamp Westerbork in Apeldoorn; Bereitstellung von 40 Güterwaggons am Bahnhof Apeldoorn; die Hälfte des Personals flüchtet oder taucht unter
21./22.1.1943 in der Nacht Zwangsevakuierung der gesamten Klinik, „Verladung“ in Güterwaggons 1181 Patienten und 51 jüdischen Krankenschwestern von Apeldoorn nach Auschwitz.
Das in Apeldoorn verbliebene Personal wurde zusammen mit den letzten rund hundert jüdischen Einwohnern Apeldoorns mit einem Linienzug ins Lager Westerbork gebracht und von dort deportiert.
24.1.1943 Ankunft des „Krankensondertransport“ im KL Auschwitz. Bei der Selektion werden 16 Männer und 36 Frauen im Lager aufgenommen, die übrigen 692 Menschen übernommen. 1 004 Menschen werden in die Gaskammern geführt.
Kamp Westerbork
22.1.1943 Margot Todtenkopf mit dem Personal von „Apeldoornsche Bos“ in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork; Unterbringung in Baracke 72.
21.4.1943 Vater Alex Todtenkopf auf dem Transport XXIV/1 mit 295 Häftlingen von Westerbork nach Theresienstadt

18.-20.1.1944 Margot Todtenkopf auf dem Transport XXIV/2 mit 870 Häftlingen von Westerbork nach Theresienstadt
11.3.1944 Tod des Vaters in Theresienstadt

19.10.1944 Margot Todtenkopf auf dem Transport E s von Theresienstadt nach Auschwitz
28.10.1944 Mutter Flora auf dem Transport E v von Theresienstadt nach Auschwitz
31.10.1944 Tod der Mutter Flora in Auschwitz
Von Auschwitz verlegt nach Bergen Belsen
1.5.1945 Tod von Margot Todtenkopf in Bergen Belsen
Gedenken
–
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130386126
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de142574
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de29293
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de143478
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Todtenkopf%22%7D
https://www.myheritage.de/research
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947