
Heinz Kühnberg
*2.6.1916 in Bautzen;✡ ?
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Franz Kühnberg *1.1.1885 in Liegnitz
Mutter unbekannt
Geschwister

Kurt Kühnberg *16.10.1917 in Bautzen
Beruf –
Adressen Bautzen; Dresden; Urfeld;
Heirat ?
Kinder ?
Weiterer Lebensweg

28.1.1935 Ausstellung eines Fremdenpass in Bautzen
Hachschara in Urfeld

13.8.1935 Heinz Kühnberg aus Bautzen zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
7.10.1935 Vater Franz abgemeldet nach Luxemburg
24.1.1936 Passverlängerung in Bornheim
21.7.1936 abgemeldet aus Urfeld nach Luxemburg
13.7.1936 Ankunft von Bruder Kurt in Haifa

19.10.1936 angemeldet in Köln, Lützowstraße 39; Wohnheim der Jüdischen Handwerkerschule
20.1.1937 Passverlängerung in Köln
2.6.1937 Einschiffung in Triest
7.6.1937 Ankunft von Heinz Kühnberg in Haifa mit einem Arbeitzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
12.1.1943 Einbürgerung
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de30994
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History