Lilie Lina

Lina Lilie geb. Hess

*20.12.1907 in Offenbach; 9.8.1991 in Bronx

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Isi unbekannt; ✡?

Mutter Sessi Hess *19.11.1886 ; ✡ 22.4.1953 in Manhattan

„Stiefvater“ Isidor Schoemann *27.5.1882 in Odenheim; 21.7.1943 in New York

Geschwister –

Isidor Schoemann hatte zwei Kinder – Trude und Stephan – aus erster Ehe mit Betti Landauer

Cousin des Ehemanns Justin Lilie *11.8.1920 in Seligenstadt; Hachschara Paderborn; ✡ in Auschwitz

Beruf –

Adressen Offenbach; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat ca 1934 Ludwig Lilie *29.11.1905 in Seligenstadt; ✡ 3.1. 1998 in Bronx, New York

Kinder

Margot Hess *12.2.1931 in Darmstadt

Stephan Gerhard Lilie *5.4.1943New York; 6.3.2014 in New York

Weiterer Lebensweg

7.11.1934 die Mutter Sessi Hess heiratet in Frankfurt den „Stiefvater“ Isidor Schoemann

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1935 Lina und Ludwig Lilie zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

16.1.1937 Ludwig Lilie ganz links; Foto Richard Hausmann

Januar 1937 abgemeldet nach Frankfurt

Schweden

1938/1939 Emigration von Lina und Ludwig Lilie nach Schweden

September 1940 nach Ausstellung neuer Pässe in Göteborg mit zahlreichen Emigranten nach Yokohama, vermutlich mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok

31.10.1940 auf der SS HEIAN MARU mit weiteren Chaluzim von Yokohama nach Seattle

Umzug von Lina und Ludwig Lilie nach New York

1943 Geburt des Sohnes Stefan in New York

Nachkriegszeit

Gedenken

Stolperstein für Settchen Lilie

Pages of Testimony

Grabstein für

Quellen

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11201599

Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.

Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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