Ludwig Heinz Oppenheimer
*24.7.1919 in Berlin ; ✡ 28.12.1938 in Frankfurt
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Alfred Oppenheimer *29.8.1882 in Elze, Hannover; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz
Mutter Berta Seelig *16.1.1888 in Mannheim; ✡ 1.2.1943 in Auschwitz
Geschwister –
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin; Hof Jägerslust bei Flensburg; Frankfurt
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg
23.8.1937 Ludwig Oppenheimer zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg
Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg
Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.
1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.
1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird
25.10.1938 Ludwig Oppenheimer nach Frankfurt
Novemberpogrom
10.11.1938 Ludwig Oppenheimer in Frankfurt verhaftet
Einsperrung in der Frankfurter Festhalle, von diesem Sammelpunkt aus wurden innerhalb weniger Tage mehr als 3.000 Frankfurter Juden in Bussen zunächst zum Südbahnhof in Sachsenhausen gefahren und dann mit Personenzügen in die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau deportiert.
13.11.1938 Einweisung der Frankfurter Gefangenen in das KL Buchenwald; Häftlingsnummer für Ludwig Oppenheimer 29513
17.12.1938 Ludwig Oppenheimer entlassen aus dem KL Buchenwald


28.12.1938 Tod von Ludwig Oppenheimer mit Pneumonie im Krankenhaus der Israel. Gemeinde, Gagernstraße in Frankfurt
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Hohenzollerndamm 65
Berlin – Auschwitz

29.1.1943 beide Eltern auf dem 27. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Gedenken
–
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/5278282
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/6750691
http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/
Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.
Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136