Adolf Engelberg
*12.11.1920 in Chemnitz; ✡ August 2002 in Camden
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Wolf Engelberg *7.2.1883 in Lancut, Galizien; ✡14.11.1960 in England
Mutter Malwine Malcha Rudolf *3.3.1898 in Lemberg; ✡5.2.1981 in England
Geschwister
Feiwel Philip Engelberg *13.9.1923 in Chemnitz; ✡?
Davivd Engelberg *2.4.1926 in Chemnitz
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Chemnitz; Berlin Mitte Gartenstr. 105/106
Heirat Inge Philipsborn *7.5.1922 Berlin; ✡18.3.1977 in London
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
Kindertransport
Bruder Feiwel mit Kindertransport nach England
Hachschara Polenzwerder
Eintritt in die Jüdisch-nationale Jugend Herzlia (Betar)
8.6.1937 Adolf Engelberg zur Hachschara in das jüdische Lehrgut Polenzwerder bei Eberswalde in Brandenburg.
Das jüdische Lehrgut Polenzwerder wurde im Juni 1937 von der Jugendorganisation Jüdisch-nationale Jugend Herzlia (Betar) in Trägerschaft der Staatszionistischen Organisation (Revisionisten) in einer alten Ziegelei eingerichtet. Im Sommer 1938 wurde der BETAR zwangsaufgelöst. Nach dem das Lager im Novemberpogrom überfallen worden war, übernahm die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD das Lehrgut, in dem bis zu 45 Jugendliche in Landwirtschaft und Gärtnerei auf der Alija nach Palästina vorbereitet wurden.
Leiter des Gutes Polenzwerder
Bis 1937 Max Meyer, Sohn des Besitzers Gustav Meier
Ab 1937 David Kirschenbaum, Siegfried Peckel, als Inspektor Hermann Nördlinger
Ab Sommer 1939 Kurt und Anna Holzheim

30.6.37 Adolf Engelberg auf der Belegschaftsliste von Polenzwerder

31.12.1937 Adolf Engelberg auf der Belegschaftsliste von Polenzwerder
Minderheitenzählung
17.5.1939 beide Eltern und Bruder David Engelberg in Berlin Mitte Gartenstr. 105/106
16.8.1939 beide Eltern und Bruder David Engelberg nach England
11.8.1939 Inge Philipsborn (Säuglingsschwester) auf der SS EUROPA von Bremen nach Southampton
1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen
Britischer Census
29.9.1939 Adolf und Inge Engelberg auf der Farm Germthorn Refugees, Mildenhall, Suffolk, zusammen mit 14 Chaluzim u.a. Sally Frizner, David Finkelstein, Chaskel Ordynans und Michael Kratenstein, die zuvor im Beth Chaluz Regensburg und im Lager Zbaszyn waren
Nachkriegszeit
25.7.1957 Einbürgerung von Inge Engelberg als British Citizen
Gedenken
–
Quellen
https://www.public-juling.de/passagierlisten
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History; Link:
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316