Wasserman Oskar

Oskar Wasserman

*20.7.1913 in Lemberg; ✡ ?

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Josef Wasserman; ✡ 1942

Mutter Sprince geb. Wasserman; ✡ ?

Geschwister unbekannt

Beruf Hilfsschlosser

Adressen Lemberg, Poddenbem 6; Krakau Salvatorska 4; Hattenhof Nr. 36;

Heirat Rita Konicepolska *15.12.1923 in Krakau

Kinder

Weiterer Lebensweg

1.1.1938 noch in Lemberg, Poddenbem 6

Das Ghetto Radom

April 1941 Einrichtung des Kleinen und Großen Ghettos

August 1942 Räumung des Kleinen und des Großen Ghettos

4800 werden zur Zwangsarbeit in Arbeitslager geschickt; ca 22000 Juden in Treblinka ermordet

9.9.1944 verhaftet in Radom durch SS-Polizeiführer Radom

KL Buchenwald – Außenlager Niederorschel

Transport in das KL Buchenwald; Unterbringung i Judenblock Nr. 23

Arbeitskommandos in Buchenwald

26.9.1944 Ako. 45 Baukommando I

7.10.1945 No Niederorschel

Die Junkers-Werke in Langensalza richteten unter dem Decknamen „Langenwerk AG“ am 4.9. 1944 einen Zweigbetrieb in Niederorschel ein. Bei den bis zu 692 Häftlingen handelte es sich überwiegend um Juden sowie um politische Gefangene.

1.4.1945 Todesmarsch von 527 Häftlingen zu Fuß bis nach Buchenwald

10.4.1945 abends Ankunft von 425 Häftlingen in Buchenwald

11.4.1945 Befreiung in Buchenwald

3.6.1945 eine erste Gruppe von 16 Chaluzim zieht auf den Hof Egendorf bei Blankenhaim, den sie „Kibbuz“ Buchenwald nannten.

Kibbuz Buchenwald II auf dem Gehringshof

August 1945 Oskar Wassermann und Rita Konicepolska auf der Belegungsliste des Gehringshofs

Nach der Abreise befanden sich noch 40 Chaluzim auf dem Gehringshof und in Gersfeld

4.9.1945 Abfahrt der SS MATAROA aus Marseille

Kibbuz Buchenwald III in Palästina – Netzer Sereni

8.9.1945 Ankunft der 78 Chaluzim in Haifa auf der SS MATAROA mit Arbeiterzertifikat C/L

Nach kurzem Aufenthalt im britischen Internierungscamp Atlith gehen viele in den Kibbuz Afikim.

Die erste Kibbuz-Versammlung in Afikim mit Berichten der Chaluzim wird zur großen Enttäuschung; Rita Wassermann schreibt:

„Zuerst waren sie sehr interessiert, aber die erste Frage war sehr peinlich, sie fragten immer wieder: Warum seid ihr wie Schafe zur Schlachtbank gegangen?

29.6.1946 „Black Sabbath“, „Operations Agatha und  Broadside“ der Briten gegen die Anschläge des PALMACH und der HAGANAH; eine britische Fallschirmjägereinheit stürmt den Kibbuz Afikim, Palmach -und Haganah-Männer unter Kommandant Zwi Tzur (Chera) werden verhaftet und in das britisches Internierungslager Rafah gebracht; zu den 2500 Verhafteten gehören 10 „Buchenwalder“-Chaluzim u.a. Aharon Bacia und Oskar Wassermann. Nach zwei Monaten können die Inhaftierten nach Afikim zurück.

Aharon Bacia berichtet über die Internierung in Rafah :

Oskar Wassermann, einer der Buchenwalder, erkrankte an einer Lungenentzündung. Seine Temperatur stieg stark an und sie wollten ihn evakuieren, aber Oscar weigerte sich, zu evakuieren. Niemand wie er wird nach Hause zurückkehren, solange seine Freunde zwischen Zäunen gefangen sind. So war die Atmosphäre, so war die Freundschaft, und so waren die Tage.“

9.5.1948 Besetzung der von den Briten geräumten Spohn-Farm durch die Givʿati-Brigade (Namensgebung nach dem Verwalter der Jahre 1894-1917 Matthäus Spohn, arabischer Name „Bir Salim“)

14.5.1948 Unabhängigkeits-Proklamation durch David Ben Gurion, Staatsgründung Israel und Beginn des Unabhängigkeitskriegs

Mai 1948 der Schatzmeister des Kibbuz Buchenwald Jehuda Luksenburg wird bei einem ägyptischen Luftangriff auf den Busbahnhof von Tel Aviv getötet.

Mai/Juni 1948 Mitglieder des Kibbuz erhalten den militärischen Auftrag die benachbarte verlassene Spohn-Farm zu verteidigen

20.6.1948 die erste Gruppe von sechzehn Mitgliedern des Kibbuz Buchenwald, bewaffnet mit tschechischen Gewehren, auf die Spohn-Farm; nach 3 Monaten Kriegsdienst konnten die Verteidiger der Farm ihre Frauen und Kinder nachziehen; später beantragen sie bei der Sochnuth/Jewish Agency, dass ihnen die Farm in Erbpacht zugesprochen wird.

1951 Oscar Wasserman und Peter Giora als Kibbuz-Schatzmeister Nachfolger von Aharon Bacia

Gedenken

Quellen

Judith Tydor Baumel, Kibbuz Buchenwald, Hrsg. Kibbuz HaMeuhedet, Tel Aviv 1994

Zeugnisse aus dem Tal des Todes, Veteranen des Kibbuz Netzer-Sereni erzählen; Oranit Verlag, 1998

Judith Tydor Baumel, Kibbuz Buchenwald, Hrsg. Kibbuz HaMeuhedet, Tel Aviv 1994

Aharon Bacia – Eine Lebensgeschichte, 2010

https://www.aussenlager-buchenwald.de/details.html?camp=62

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/7375073

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/69607134

https://newrepublic.com/article/151061/road-buchenwald

https://www.jewiki.net/wiki/Netzer_Sereni

https://de.wikipedia.org/wiki/Netzer_Sereni

Home – Deutsch

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://www.mappingthelives.org

http://www.dpcamps.org/listDPCampsbyTeamNo.pdf

http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78790374

Arolsen Archives, Arolsen Signatur DE ITS 2.1.1.1 HE 016 JÜD 7 ZM

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert