Groot de Martha

Martha de Groot

*15.8.1924 in De Krim, Gramsbergen, Stenwijk; ✡15.12.2009 Coevorden, NL

Staatsangehörigkeit  Niederlande

Religion jüdisch

Vater Jan de Groot *19.4.1880 in Gramsbergen; ✡24.2.1954 in Gramsbergen

Heirat der Eltern 2.5.1906 in Gramsbergen

Mutter Katharina Hoveling *24.8.1884 in Gramsbergen; ✡ 16.11.1927 in Gramsbergen

Geschwister

Marchien de Groot *11.7.1906 in Gramsbergen; ✡25.9.1982; oo Pasveer

Maria Elisabeth de Groot *22.6.1907 in Gramsbergen; ✡25.1.1942; oo Lawant

Willemina Hendrikje de Groot *14.6.1909 in Gramsbergen; ✡1.10.1910

Gerrit de Groot *15.8.1911 in Gramsbergen; ✡23.9.1991

Jan de Groot * 9.6.1913in Gramsbergen; ✡ 24.8.1984

Willemina Hendrikje de Groot *19.5.1915in Gramsbergen; ✡11.11.1918

Katharina Gezina de Groot *19.6.1917 in Gramsbergen; ✡5.3.1919

Hendrik Jan de Groot *23.2.1923 in Gramsbergen; ✡10.4.1925

Katharina Gezina de Groot *1.7.1921 in Gramsbergen; ✡25.2.2010; oo Trapman

Arendje de Groot *24.4.1926 De Krim; ✡7.3.2013 Coevorden; oo Koster

Willemina Hendrikje de Groot *15.11.1927 in Gramsbergen; ✡20.11.1927

Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Gramsbergen; Utrecht; Elden

Heirat in Westerbork Leo Leonardus van Esso *2.12.1923 in Amsterdam; ✡ 1

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

18.5.1931 Umzug nach Utrecht

Kibbuz Elden

Kibbuz Elden im Huize Voorburg, Drielse Dijk war im Besitz der Familie Kahn

Juni 1941-Oktober 1942 für Chaluzim mit abgeschlossener Hachschara und Palästinazertifikat als gemeinsames Projekt der „Deventer Vereniging tot vakopleiding“ und der religiösen Misrachi- Dath WaEretz

Juni 1941-Oktober 1942 für Chaluzim mit abgeschlossener Hachschara und Palästinazertifikat

19.7.1941 Martha de Groot nach Elden, dort lernt sie Leo von Esso kennen, der tags zuvor nachElden kam

Oktober 1942 Auflösung aller jüdischer Arbeitslager

4.10.1942 Razzia im Huize Voorburg, Verhaftung von 36 der 40 Chaluzim in Elden und Verbringung ins „Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork“, dazu zählen auch der Leiter von Huize Voorburg Ernst Cosmann, Kurt Pollack aus Bochum, Rosa Kratzer aus Dortmund und ihr Verlobter Gerd Sternlicht (*16.7.1924); Leo Goldschmidt (*26.7.1924) und Verlobte Clara Helena Leefsma (*15.9.1924)

4 Chaluzim bleiben zum Aufräumen zurück

Transport nach Hooghalen. Zu Fuß ins Kamp Westerbork. Die Bahntrasse Hooghalen-Westerbork wurde erst im November 1942 fertiggestellt.

In Westerbork blieb die gesamte Elden-Gruppe nach Intervention von Josef Samson („oude kampbewooner“) zunächst von den Deportationen zurückgestellt; dessen Sohn Manfred Shlomo Samson war ebenfalls Mitglied der Elden- Hachschara.

Vater Josef Samson, Leiter der Arbeitsverwaltung in Westerbork, Innendienst-Abteilung 5, arrangiert mit dem SS-Kommandanten Gemmeker, die Chaluzim als qualifizierte Landarbeiter auf Feldern außerhalb des Lagers einzusetzen. Neben dem Lager befand sich ein Bauernhof, genannt Schattenberg, den sie bewirtschafteten und dies Hachschara Westerbork nannten. Diese Pioniere, nicht nur aus Elden, wurden nach ihrem Leiter Josef Klijnkramer als „Kleinkramer-groep“ bezeichnet.

14.9.1943 Deportation der über 20-jährigen Chaluzim nach Auschwitz; auf diesem Transport befanden sich mehrere orthodoxe Chaluzim u.a. Ernst Cosmann, Heinz Friedländer, Arnold ErlangerKarl Elias und Erwin Moses.

 Die Chaluzim unter 21 Jahren mit Palästina Zertifikat nach abgeschlossener Hachschara erhielten eine Palästina-Verklaring als „Austauschjuden“; sie sollten gegen Deutsche, die in Palästina („Templer“) oder einem anderen Staat des Britischen Empire lebten

Heirat mit Leo van Esso in Westerbork

Die Austausch-Transporte von Westerbork nach Bergen Belsen

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

1.2.1944 Martha mit Ehemann Leo van Esso auf dem dritten Transport von 908 Austauschjuden nach Bergen Belsen

Der Verlorene Zug

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz,

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

7/1945 die niederländischen Rückkehrer wurden zunächst im Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals interniert

Alija Beth auf der SS TEL HAI

März 1946 großer Militär-LKW-Konvoi von Antwerpen nach Marseille. Mitten in der Nacht erreichte der Konvoi ein Feld in der Nähe von Marseille, wo Mitglieder der „Bricha“ und Abgesandte des „Mossad für Aliyah Bet“ warten. Nach Erhalt des Befehls fahren die Lastwagen in die Stadt ein und setzten die illegalen Einwanderer in einem französischen Flüchtlingslager ab, von wo aus sie mit französischen Armeebooten zum Hafen von

Von „La Ciotat“ transportiert wurden, 30 km östlich von Marseille.  Dort gingen sie an Bord der von der Haganah gecharterten SS TEL HAI.

17.3.1946 am Abend Abreise auf der SS TEL HAI mit 743 Menschen an Bord, davon 736 illegale Einwanderer darunter etwa 300 NOHAM Mitgliedern, etwa 60 vom Gehringshof und aus Bergen-Belsen Die Überfahrt ist stürmisch, das Schiff muss in Bonifacio/Korsika und auf Kreta einen schützenden Hafen suchen

28.3.1946 Ankunft in Haifa auf der SS TEL HAI

Nach wenigen Tagen werden die internierten Ma’apilim aus Athlit entlassen, nachdem sich die Britische Protektoratsbehörde ein letztes Mal überreden lässt, die Zahl der Ma’apilim auf die ausstehenden Zertifikatskontingente anzurechnen.

Gedenken

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130284990

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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