Goudsmit Abraham

Abraham Goudsmit

*13.3.1921 in Groningen; ✡ 31.12.2005 Amsterdam

1946 Elisabeth Oudkerk

Staatsangehörigkeit niederländisch

Religion jüdisch

Vater Philippus Goudsmit *27.10.1885 in Groningen; ✡ ?

Heirat der Eltern 19.3.1920 in Hoogeveen

Mutter Rosa de Hes *9.3.1895 in Hoogeveen; ✡15.10.1942 in Auschwitz

Geschwister

Isaac Nico Goudsmit *23.11.1923 in Groningen; ✡28.2.1943 in Auschwitz

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Groningen; Catharinahoeve in Gouda; Warnsveldt; Tel Aviv; Amsterdam

Heirat 30.6.1943 in Tel Aviv Anna Sowalski *16.7.1921

Zweite Ehe 31.5.1946 Elisabeth Oudkerk *2.4.1924 in ASD;

Kinder fünf

Philipp; Michael; Gideon; Judith; David Goudsmit

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Jeugdfarm Catharinahoeve in Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine Schenkung/Legat über 80000 Gulden von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige. Als Betriebsleiter wurde J. Middelburg eingestellt.  Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB. Die Leitung der Gruppe übernahm das Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig.

5.7.1938 Bram zur Hachschara nach Catharinahoeve

10.8.1938 Bruder Nico Goudsmit zur Hachschara nach Catharinahoeve

16.1.1939 auf der Hachscharafarm in Gouda; untere Reihe v.l.
Erich Fleischhacker, Herbert Baer, Bram Goudsmit, Ellen Soeme, Roza Pinkhof, Edith Faierstein, Ernst Hirsch
Mitte v.l. Fritz Heinemann, Nico Goudsmit, Chana de Leeuw, Siegmund Elsen, Bernd Abbi Mayer, Sieg Weijs
Oben v.l. Jettie Aalsvel, Shoshana Litten mit Sohn Gideon, Heddy Worens, Frans De Raaf, Walter Schaefer, Manfred Rolf Litten, olf Engers, Gery Goudsmit, Manfred Samson, Herr Knoll

17.5.1939 Bram abgemeldet nach Warnsveld

Alija nach Palästina

24.3.1940 Ankunft von Bram Goudsmit auf der SS PATRIA zusammen mit den Gouda-Chaluzim Salomon Friedmann und Adolf Engers mit Studentenzertifikaten der Jugendalija Kategorie B(III)

Isaac Nico Goudsmit

25.10.1940 Bruder Nico abgemeldet aus Gouda zur Hachschara nach Velsen

April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den „Werkkampen“ (Arbeitslagern) zu melden. Daraufhin tauchen viele unter.

1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen

Werkkampen -jüdische Arbeitslager

Im September 1940 wurden im Zuge der Arbeitsbereitstellung durch das Reichsamt für Arbeitserweiterung „Werkkampen“ errichtet.

Ab September 1942 dienten diese Lager als jüdisches Arbeitslager und Puffer für das Lager Westerbork.

Oktober 1942 Auflösung aller jüdischer Arbeitslager

Kamp Westerbork

3.-5.10.1942 Registrierung der in das Lager Westerbork eingewiesenen jüdischen Zwangsarbeiter

die bislang nicht internierten Ehefrauen durch Razzien gesucht und ebenfalls nach Westerbork verbracht; innerhalb weniger Tage wächst die Belegung des Lagers von 3000 auf über 15000.

3.-5-10.1942 Nico Goudsmit eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

12.10.1942 Nico Goudsmit deportiert von Westerbork ins KL Auschwitz; dort wird er bei der Ankunft an der Rampe zur Zwangsarbeit im Chemiewerk BUNA Monowitz rekrutiert.

4.11.-20-11.1943 Nico Goudsmit im HKB Monowitz

28.2.1943 Tod des Bruders Nicoin Auschwitz

Nachkriegszeit

13. 8.1949 Rückkehr aus Tel Aviv nach Amsterdam

Gedenken

Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61

30.8.2012 neun Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61 für Manfred und Jansje Litten, Jettie Aalsvel, Abraham Hamburger, Martijn Koppel, Leib Laub, Ernst Oppenheim, Henriëtte Roos, Isi „Itsche“ Tiefenbrunner

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Goudsmit%201921%22%7D

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Genealogie- Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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