Engers Adolf

Adolf Adi Aharon Engers

*13.8.1923/19.8.1922 in Papenburg; ✡ 12.5.1948 kriegsgefallen in Gush Etzion

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Abraham Engers *12.10.1883 in Papenburg; ✡ 12.10.1942

Mutter Else de Vries ; ✡ ?

Großvater Aron Engers *27.5.1854 Winschoten; 10.11.1942 Theresienstadt

Geschwister

Ruth Engers *11.11.1925 in Papenburg; ✡ 12.10.1942

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Papenburg; Catharinahoeve in Gouda

Heirat ledig

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

Flucht von Adolf Engers in die Niederlande mit Schwester Ruth und Vater Abraham

17.5.1939 Großvater Abraham mit seiner Tochter Rahel Grünberg-Engers, Schwiegersohn Max Grünberg und Enkelin Sophiein Bokel Aschendorfer Weg 74 bei der Minderheitenzählung

Mutter Else betreibt in Groningen, Jozef Israelstraat 22a eine Pension

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

1937 Adolf Engers zur Hachschara auf die Jeugdfarm Catharinahoeve

Adolf Engers und Fritz Heinemann beim Düngen; Fotoalbum Levison

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

16.1.1939 auf der Hachscharafarm in Gouda; untere Reihe v.l.
Erich Fleischhacker, Herbert Baer, Bram Goudsmit, Ellen Soeme, Roza Pinkhof, Edith Faierstein, Ernst Hirsch
Mitte v.l. Fritz Heinemann, Ies Goudsmit, Chana de Leeuw, Siegmund Elsen, Bernd Abbi Mayer, Sieg Weijs
Oben v.l. Jettie Aalsvel, Shoshana Litten mit Sohn Gideon, Heddy Worens, Frans De Raaf, Walter Schaefer, Manfred Rolf Litten, Adolf Engers, Gery Goudsmit, Manfred Samson, Herr Knoll
1939 Manfred Ralf Litten mit Gideon Litten, Adolf Engers, Bernhard Asscher, Salomon Friedmann, Eric Mossel, Ruth Kaufmann, Schoschana Litten, Isaäc Goudsmit, Hedy Kalmar, Siegbert Weiss, unbekannt, Margot Todtenkopf, Jettie Aalsvel;
vorn: unbekannt, Otto Erich Fleischhacker, Manfred Samson (Schlomo), Roza Pinkhof, unbekannt

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

29.2.1940 Passausstellung in Den Haag

SS PATRIA

24.3.1940 Ankunft in Haifa auf der SS PATRIA mit Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III) zusammen mit den Gouda-Chaluzim Salomon Friedmann und Bram Goudsmit

Besuch der Landwirtschaftsschule in Ben Schemen

8.2.1943 Eintritt als Soldier in die Palestinian Company der Royal Army

15.8.1944 Einbürgerung in Palästina

Beim Einsatz der Jewish Brigade in Italien ist er Sekretär für den Rabbiner der 8. Kompagnie

Er geht mit der Jewish Brigade nach Eindhoven

Nach Entlassung aus der Brigade Eintritt als Student an der Kunstakademie Bezalel in Jerusalem

In  der Ausgabe 1 der Israelischen Militärzeitschrift sind Zeichnungen von ihm publiziert.

Dezember 1947 Eintritt in die Haganah

Mai 1948 Einsatz bei Kämpfen um das belagerte Gush Etzion, als Kommandant des Stützpunktes Kirjat Sawier wird er von einer Granate am Kopf getroffen.

Theresienstadt

31.7.1942 Großvater Aron mit seiner Tochter Rahel Grünberg-Engers ab Bielefeld ins Ghetto Theresienstadt

10.11.1942 Tod von Großvater Aron Theresienstadt

15.5. Tante Rahel Grünberg-Engers auf dem Transport Theresienstadt-Auschwitz

Kamp Westerbork

3.10.1942 Schwester Ruth, Mutter Else und Vater Abraham  eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbbork

9.10.1942 Schwester Ruth, Mutter Else und Vater Abraham  auf dem Transport von Hooghalen nach Auschwitz

Gedenken

Grabstein für Adolf Engers auf dem Herzl-Militärfriedhof, Jerusalem

Quellen

https://www.myheritage.de/research

www.izkor.gov.il

Fotoalbum des Robert Levison Fotoalbum met 50 foto’s ‚ter herinnering aan de Joodsche Jeugdfarm Gouda, 1942‘; Link www.jhm.nl

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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