Herbert Eibuschitz/ Meshulam Zosha
*17.8.1924 in Wien; ✡ 27.2.2007 in Tel Aviv
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Karl Koppel Eibuschitz *8.4.1890 in Wien; ✡?
Mutter Rachela Rosa Teich *8.6.1893 Sambor;
Geschwister
Martha Eibuschitz *1.1.1921 in Wien; ✡nach Mai 1942 in der Region Lublin
Edith Eibuschitz *4.10.1922 in Wien; ✡ nach Mai 1942 in der Region Lublin
Beruf Techniker; Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Wien Große Sperlgasse 32/13; Catharinahoeve in Gouda; Graz; Amsterdam
Heirat
Alte Tova Jona Wieder *10.5.1925 Borgoprund, Siebenbbürgen; ✡20.6.2004 Tel Aviv
Kinder zwei
Tochter Mary Eibuschitz *23.8.1947 in Amsterdam oo Korach
Weiterer Lebensweg
„Anschluss“ Österreichs
Nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch der Wehrmacht erfolgte am 13. März 1938 der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich

17.5.1938 Antrag von Vater Karl Eibuschitz auf Unterstützung zur Emigration der Familie bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Kindertransport

11.12.1938 mit Kindertransport von Wien nach Den Haag, Quarantine Den Haag, Copernicusstraat 159
6.1.1939 Huize Ockenburgh, Monsterseweg 4-6, Loosduinen
1.1.1940 Huis ten Vijver, Dwarsweg 3, Scheveningen
Oostelijke Handelskade, Oostelijke Handelskade 12, Amsterdam
1.6.1940 Jongens Weeshuis,Amstel 21, Amsterdam
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
10.9.1940 Herbert Eibuschitz aus Den Haag nach Gouda, Ridder v. Catsweg 61
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
15.10.1940 Herbert Eibuschitz abgemeldet aus Gouda nach Eindhoven
Adressen in Eindhoven Willemstraat 66 und Prins Hendrikstraat 45a
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
29.8.1942 Herbert Eibuschitz verhaftet in Eindhoven, eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

31.8.1942 auf dem Transport ab Station Hooghalen nach Auschwitz
Cosel
31.8.1942 Herbert Eibuschitz zusammen mit Siegbert Weisz und Manfred Weiss auf dem Transport ab Hooghalen nach Auschwitz. In Hooghalen war der Transport Transport VIII von Mechelen nach Auschwitz angehängt worden. Der Transport macht einen Zwischenstopp in Cosel rund 80 Kilometer vor Auschwitz. Dort mussten „arbeitsfähige“ Männer im Alter zwischen 15 und 50 Jahren in Lagern der Organisation Schmelt, wie beispielsweise in Blechhammer, schuften. Für die Oberschlesischen Hydrierwerke stellten sie dort synthetisches Benzin her.
März 1944 Auflösung des OT-Lagers Cosel; Verlegung nach Auschwitz; dort werden die Häftlingsnummern 175628-176498 vergeben. Herbert Eibuschitz bekommt eine Häftlingsnummer in den linken Unterarm tätowiert.
Wien Izbica
12.5.1942 beide Eltern und die Schwestern Edith und Martha auf dem Transport von Wien nach Izbica
Nachkriegszeit
1945 Rückkehr nach Österreich
19.3.1946 Heirat mit Toby Wieder in Wien
26.3.1946 Herbert Eibuschitz im DP Center Lager Murdorf bei Judenburg

10.3.1947 mit Ehefrau Toby wohnhaft in Graz , Friedrichgase 37 mit Ehefrau Toby

23.8.1947 Geburt von Tochter Mary in Amsterdam; die Familie lebt im Pflegeheim „Joodse Invalide“
Gedenken
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Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130282159
https://www.myheritage.de/research
Herbert Eibuschitz (born 17 August 1924)
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947