Ehrlich Norbert

Norbert Ehrlich

*20.4.1913 in Osnabrück; ✡ ?

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Elias Hersch Heinrich Ehrlich *10.9.1879 Kolomea, Galizien; ✡ 18.5.1942 in Lemberg

Heirat der Eltern 1905

Mutter Elsa Ester Marcus *30.3.1883 in Dresden; ✡ 25.3.1943 in Lemberg

Großeltern Chaim Meir und Hencie Chana Ehrlich

Großeltern Moritz und Anna Marcus

Geschwister

Harry Ehrlich *18.7.1906 in Osnabrück; 1972 in Wilmington

Irma Ehrlich *11.8.1908 in Osnabrück; oo Storz

Beruf Landarbeiter

Adressen Osnabrück, Große Straße 8; Frankfurt; Bonn; Altkarbe

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Aufnahme eines Jura-Studiums in Frankfurt; Wechsel an die Universität Bonn

1933 Abbruch des Jura-Studiums in Bonn

Landwerk Altkarbe

Norbert Ehrlich zur Hachschara ins Landwerk Altkarbe in der Neumark, heute Polen. Es bestand zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair. Aus Osnabrück sind allein drei Chaluzim nachgewiesen, so Norbert Ehrlich, Horst Engers und Saul Münz.

Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“

Nach ihrer Alija gründeten die Chaluzim aus Altkarbe den Kibbuz Maʿayan Zvi bei Haifa.

23.4.1934 Alija von Norbert Ehrlich auf der SS ITALIA nach Haifa

1935 Schwester Irma nach Palästina

16.-27.7.1938 Emigration von Bruder Harry Ehrlich auf der SS KÖNIGSTEIN von Antwerpen nach New York

Heimatadresse!

Polenaktion

28.10.1938 Abschiebung der Eltern nach Zbaszyn, Polen

Sommer 1939 Mutter Else mit einem „Zwei-Monatsvisum“ nach Osnabrück zur Auflösung des Haushalt und „um verschiedene persönliche und behördliche Erledigungen durchzuführen“

Bei Auflösung des Lagers in Zbaszyn gehen sie nach Lemberg

Gedenken

27.5.1955 Pages of Testimony für die Eltern von Sohn Nathan Arel Ehrlich

2012 Stolpersteine für die Eltern Ehrlich in Osnabrück, Große Straße 8

Quellen

Hubertus Fischer: Hachschara in der Neumark, Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf, 2018

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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