Löwenstein Hannelore

Hannelore Löwenstein

*26.1.1920 in Essen; Hachschara im Landwerk Halbe

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Mögliche Verwandte

Vater Samuel Siegfried Löwenstein *17.4.1888 in Siegburg; ✡23.2.1959 in Essen

Mutter Evtl Else Hartmann *11.4.1889 in Suca

Geschwister

Günther Löwenstein *10.12.1916; Hachschara im Gut Winkel

Fritz Löwenstein *22.8.1918 in Essen;✡ 12.1.1999 ; oo Liesel Apt

Erika Löwenstein *25.12.1921 in Essen; Hachschara im Landwerk Halbe

Beruf Landarbeiter

Adressen Essen; Halbe;

Heirat 1940 in Jerusalem Kurt Sollinger *10.1.1920 in Berlin

Scheidung 1945

Kinder

Weiterer Lebensweg

Besuch der Volksschule

Landwerk Halbe

Hannelore Löwenstein zur Hachschara im Landwerk Halbe mit Bruder Fritz und Erika

Landwerk Halbe Jüdische Mustersiedlung und Landerziehungsheim Halbe (1919-1926) und Landwerk Halbe (1934-1938) für die Mittlere Hachschara (14-17 Jahre)

Träger Makkabi; wie auch Ahrensdorf und Freienstein

Leiter Friedrich Perlstein

Das zweigeschossige Hauptgebäude verfügte im Erdgeschoss über einen Speisesaal für ca. 60 Personen, die Küche und den Schlafsaal der Mädchen, im Obergeschoss befanden sich Schlafräume und ein Waschraum. Das Haus auf der anderen Straßenseite beherbergte das Büro und Perlsteins Wohnung. In einer weiteren Baracke wohnten die „Umschichtler“ der „Älteren-Hachschara“. Die Felder mit den Ställen waren über einen Kilometer entfernt.

Alija

27.1.1936 Passausstellung für Kurt Sollinger in Düsseldorf

28.2.1936 Passausstellung für Hannelore Löwenstein in Essen

2.4.1936 Einreise von Hannelore und Kurt Sollinger in Haifa mit Studentenzertifikaten der Jugendalija der Kategorie B(III)

26.11.1940 Einbürgerung von Hannelore und Kurt Sollinger in Palästina

15.12.1940 Heirat mit Kurt Sollinger in Jerusalem

7.5.1945 Scheidung von Kurt Sollinger in Jerusalem

Hachschara auf Gut/Kibbuz Freienstein

10.7.1937 Eröffnung des Hachscharabetriebs in Freienstein in Trägerschaft des zionistischen Pfadfinderbundes Makkabi Hazair

Besitzer des Gutes war der Berliner Bankier Dr. Günther Jaffe, der nach dem Konkurs der Privatbank Jaffe mit seiner Familie von Berlin nach Freienstein zog.

Bruder Fritz zu Hachschara nach Freienstein

Nach Auflösung des Hofes 1939 gehen die meisten Chaluzim zur Hachschara nach Dänemark und Schweden.

7.2.1939 Emigration von Bruder Fritz nach Dänemark

5. November 1940 Dänischer Zensus,

Fritz Löwenstein mit Frau Edith und mit Chaluz Arthur Hauser aus Berlin in Kopenhagen, Vesterbrogade; das Ehepaar ist auch erfasst in Sandager, Bag, Odense

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

1939 Emigration nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung in Dänemark.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

11.10.1943 Das Ehepaar Fritz und Edith Löwenstein auf einem Fischerboot über den Öresund

12.10.1943 Ankunft in Trelleborg, Schweden

Nach 1945 Rückkehr nach Dänemark

Letzte Wohnadresse Krystalgade 12, 1172 Kopenhagen

12.1.1999 Tod des Bruders Fritzin Kopenhagen

Deportation von Else und Siegfried Löwenstein nach Theresienstadt

21.7.1942 Deportation von Else und Siegfried Löwenstein nach Theresienstadt

Else und Siegfried Löwenstein überleben Theresienstadt

Juli 1945 Rückkehr nach Essen

Juli-November 1945 stationäre Behandlung im Huyssen-Stift in Essen

17.1.1950 Antrag auf IRO-Unterstützung zur Auswanderung nach Palästina; später zurückgenommen

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://safe-haven.dk

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Loevenstein__Fritz.pdf

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Loewenstein__Edith.pdf

https://www.myheritage.de/research

http://freienstein-pommern.de/

https://www.ushmm.org/online

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/68095677

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5059256

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/79420233

https://www.statistik-des-holocaust.de/TT420721-28.jpg

Peter Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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