Reinhold Erich

Erich Uri Reinhold

*8.4.1925 (1923) in Husen, ✡Büren; ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegmund *30.9.1895 in Kleineibstadt; ✡ 1944 in Stutthof

Mutter Ella Blumenfeld *17.12.1890 Salzkotten; ✡ nach 1941 in Riga

Tante Berta Blumenfeld geb. Reinhold *22.2.1886 Kleineibstadt ; ✡ nach 1941 in Riga

Geschwister

Manfred Moshe Reinhold *28.4.1921 in Husen; ✡ 26.1.2014 in Israel; oo Fannie Hochmann (*19.7.1920 in Siegen)

Norbert Reinhold *18.10.1922 in Husen; ✡ 1944 in Stutthof

Cousin Erich Blumenfeld * 29.7.1912 in Husen, Lichtenau, Büren

Adressen

Heirat ledig

Kinder –

Weiterer Lebensweg

18.6.1935 Bruder Manfred abgemeldet von Atteln nach Altenbeken

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater verhaftet; in Büren wird die Synagoge durch Brandstiftung zerstört

12.11.1938 Vater eingewiesen in das KL Buchenwald

1.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald

Bielefeld – Riga

November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo,

11.12.1941 Verbringung der Deportierten in den großen Saal des Kyffhäuser

13.12.1941 Beide Eltern und Bruder Norbert sowie Tante Berta Blumenfeld auf dem Transport ab Bielefeld nach Riga

16.1.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga; Unterbringung in der Bielefelder Straße, Bielefelder Haus

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8.-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig

Hachschara

1939 Manfred Reinold zur Hachschara nach Urfeld, vermutlich zusammen mit seinem Bruder Erich

Auflösung in Urfeld

September 1939 Wegen der anstehenden Auflösung des Lagers Urfeld gehen Manfred Reinhold mit Fanny Hochmann und anderen Chaluzim aus Urfeld zur Einzelhachschara in die Niederlande.

15.10. 1939 nach Auflösung des Lagers Urfeld wechseln 5 Chawerim direkt nach Paderborn: Heinz Becker, Karl-Heinz Goldstein, Emil Heilbronn, Hans Peter ScheierHans Werner Rabinowitz. Bis zum Schluss war Benny Paul Stein Madrich in Urfeld. Manfred Wolf und vermutlich auch Erich Reinhold folgen Benny Stein nach Schniebinchen, der dort bis Juli 1940 Leiter ist.

Schniebinchen

5.12.1939 Erich Reinhold von Urfeld nach Schniebinchen bei Sorau

Jüdische Jugendhilfe Schniebinchen über Sommerfeld NL, Telefon: Niewerle Nr. 11

Später lag die Verwaltung reichsweit bei der Ssochnuth (Sochnut, hebräisch הַסּוֹכְנוּתִ היְּהוּדִית לְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל ha-Sochnut ha-Jehudit le-Erets Jisra’el, ‚Jewish Agency‘ auch ‚Jüdische Agentur für das Land Israel‘)

10.11.1938 in der Pogromnacht wird das Lager für einige Tage von örtlicher SA besetzt, die aber keine Misshandlungen an den Bewohner begeht.

1939 waren 109 Chaluzim und Personal im Lager;

Leiter von Schniebinchen war Dr. Alfred Cohn (April-Sept 1939); ab September 1939 wurden Ludwig Kuttner und Fanny Bergas als Wirtschaftsleiterin dessen Nachfolger

Alija

4.4.1940 Einreise von Erich Reinhold nach Haifa auf der SS MARCO POLO mit Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

27.8.1942 Eintritt in die Palestinian Company der Royal Army

12.4.1945 Cousin Paul Blumenfeld als tritt für den Fahrer der Royal Army Erich Reinhold  bei dessen Einbürgerung in Palästina als Unterstützer/Bürge ein

Bielefeld – Riga

November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo,

11.12.1941 Verbringung der Deportierten in den großen Saal des Kyffhäuser

13.12.1941 Beide Eltern und Bruder Norbert sowie Tante Berta Blumenfeld auf dem Transport ab Bielefeld nach Riga

16.1.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga; Unterbringung in der Bielefelder Straße, Bielefelder Haus

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig

Onderduiker

September 1939 Bruder Manfred mit Fanny Hochmann aus Urfeld  zur Einzelhachschara in die Niederlande

1943-1945 als onderduiker im Versteck in einer stillgelegten Fabrik in Terwolde; der acht Monate alte Sohn Denny kommt bei niederländischen Pflegeeltern unter

1945 Manfred und Fanny Reinhold auf der „Eindhovenlijst“ der Überlebenden

1947 noch in Terwolde

1947 Alija Beth nach Palästina

Gedenken

Pages of Testimony für seinen Bruder Norbert, und seine Eltern Siegmund und Ella Reinhold von Uri Reinhold

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1190458

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006843

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006833

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006422

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411213_Bielefeld13.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/1-1-5-1_8012500074?s=8012500074

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.myheritage.de

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/12

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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