Zyskind Sala

Sala Zyskind

*11.11.1924 in Berlin

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Abraham Rosenberg; ✡?

Mutter Griner Irma Zyskind *7.5.1899 in Lubin; ✡ ?

Geschwister

Lea Zyskind *13.10.1918 in Lubin; ✡?

Beruf Praktikantin

Adressen Berlin, Prenzlauer Straße 13; Schniebinchen, Sorau; Berlin Auguststraße 17

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Januar 1936 Zuzug aus Kolberg

7.1.1936 Eintritt in die Volksschule Hermsdorf Klasse 5

Ostern 1939 Schulaustritt

Hachschara Lehrgut Schniebinchen

April 1939 Sala Zyskind zur Hachschara ins Lehrgut Schniebinchen

Jüdische Jugendhilfe Schniebinchen über Sommerfeld Niederlausitz

Später lag die Verwaltung reichsweit bei der Ssochnuth (Sochnut, hebräisch הַסּוֹכְנוּתִ היְּהוּדִית לְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל ha-Sochnut ha-Jehudit le-Erets Jisra’el, ‚Jewish Agency‘ auch ‚Jüdische Agentur für das Land Israel‘)

Leiter von Schniebinchen war Dr. Alfred Cohn (April-Sept 1939); ab September 1939 wurden Ludwig Kuttner und Fanny Bergas als Wirtschaftsleiterin dessen Nachfolger. Cohn und Kuttner waren zuvor zuvor Lehrer an der Privaten Waldschule Kaliski in Berlin. Lotte Kaiser und Lotte Adam hatten die pädagogische Leitung. Das Verhältnis Jungen/Mädchen lag bei 60/40. Für Mädchen stand vor allem Hausarbeit wie Kochen, Backen, Nähen und Stricken auf dem Plan.

Ab April 1939 war Jenny Rosenbaum später Aloni Jugendleiterin, bevor auch sie im November nach Palästina auswanderte. Sie berichtet von ihrer Ankunft:

Auf dem Zaun ein Papagei. Ein lebendiger Papagei. Er heißt Laura… Papagei Laura rief im Vorbeigehen jedem zu „Heil Hitler Schalom“

Vor der Besetzung Dänemarks 1940 gingen viele mangels ausreichender Zertifikate für Palästina zur Einzelhachschara auf Bauernhöfe in Dänemark.

März 1939 eine erste Alija beth Gruppe von einer Gruppe Chawerim aus Schniebinchen in Wien einem Sammeltransport angeschlossen, die ab Spalato, Jugoslawien auf einem kleinen Seeschiff „Dora“ nach etwa 10-tägiger Fahrt unbehindert in Palästina landete; sogenannte erste illegale Sonderhachschara SH1

Minderheitenzählung

17.5.1939 Sala Zyskind erfasst mit 122 Personen in Schniebinchen

17.5.1939 Sala und Griner Zyskind in Berlin, Prenzlauer Straße 13

17.5.1939 Schwester Lea Zyskind in Berlin, Linienstraße 72

20.7.1939 Mutter Griner Ledermann-Zyskind nach Polen

Kindertransport

10.8.1939 Sala Zyskind zusammen mit  Moritz Weinstein, Heinz Alter, Helmut Kirsch auf der Liste für einen GEF-Kindertransport (gefährdete Kinder) über Hoek van Holland nach Harwich.

Offenbar hat sie diesen Transport nicht angetreten.

28.8.1939 Schwester Lea Zyskind mit „domestic permit“ nach England

29.9.1939 Schwester Lea als Haushilfe bei Familie Sheinbaum in 79, Shaftesbury Street, Shoreditch, London bei britischem Zensus

Kriegseintritt Großbritannien

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

3.9.1939 Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg

Berlin – Lodz – Kulmhof

1.11.1941 Deportation von Sala Zyskind auf dem IV. Transport von Berlin in das Ghetto Lodz

Ghettoliste – Liste der „Eingesiedelten“

4.3.1942 Transport aus Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1186811

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11264626

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT4-40b.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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