Chodorow Max Meir

Max Meir Chodorow

*14.12.1880 in Berdichow; +14.2.1942 in Bernburg a.d. Saale

Staatsangehörigkeit Pole

Vater Chaim Yehuda Meir Chodorov

Mutter Ida Tziza Chana geb. Chodorov

Bruder

Mordechai Chodorow *1867 in Tolna; Rabbi von Kolomea; +7.10.1937 in New York

Beruf Möbelhändler

Heirat Ilse Jetti Rosenbaum *10.10.1877 in Zablotow; +1942 in Polen

Kinder

Hermann Chodorow *16.5.1906 in Zablotow; oo Ransenberg +2000

Ida Chodorow*15.4.1909 in Zablotow; + nach 1938 in Polen

Wolf Chodorow *16.07.1908; Bäcker; Recklinghausen; Mauritius; +1991Israel

Rosy Rachel Chodorow *24.10.1910 in Zablotow; oo Samuel Kösten; +18.2.2004 in Pardes Chana

Saly Chodorow *25.7.1912 in Zablotow; + nach 1938 in Polen

Menachem Moni Chodorow *28.8.1914 in Dessau; oo Milli Attermann (*1917 in Köln); kriegsgefallen am 12.7.1948 in Migdal Tzedek

Frieda Chodorow *20.10.1916 in Dessau; + nach 1938 in Polen

Adressen Recklinghausen Herner Straße 76;Duisburg, Dahlstraße 50;

Weiterer Lebensweg

1920 in Dessau

1925 Vorstandsmitglied …

Zeitweilig in Recklinghausen wohnhaft

28.-30.10.1938 ganze Familie im Landgerichtsgefängnis Duisburg

30.10.1938 Ehefrau Ilse-Jetty, Ida und Saly Chodorow nach Zbaszyn abgeschoben

Tirza Kiesler, eine Großnichte berichtet:

Freida was not deported to Zbaszyn in October 1938.   „Only“ Ilse-Jetty, Ida and Saly were deported.  The gestapo wanted to deport her too, but she vomited during the medical examination and therefore was released.  She stayed for a while with the Eigenfeld family in Oberhausen.  According to the Gedenkbuch Bundesarchiv she was deported from Düsseldorf 22nd April, Izbica, Ghetto.

Ida got married and gave birth to a baby in Poland.  We don’t know the baby’s name and the circumstances.“

9.9.1939 Max verhaftet von Stapo Duisburg als „feindlicher Ausländer“

Polizeigefängnis Duisburg; geplante Verbringung ins KL Buchenwald kann wegen Aufnahmesperre nicht erfolgen.

März- 2.9.1940 KL Sachsenhausen

3.9.1940 Deportation nach Dachau

12.7.1941 Deportiert von Dachau nach Buchenwald

1.8.1941 Arbeitskommando 12 (Kolonne Eickhoff, später Kolonne Belz)

8.8.1941 Arbeitskommando 44 Baukommando II

November/Dezember 1941 Selektion durch die „Euthanasie“-Gutachterkommission unter Dr. med. Fritz Mennecke,
Aktion 14f13 „Häftlingseuthanasie“

Anfang 1942 alle Juden werden zur erneuten Selektion in den
Häftlingskrankenbau befohlen. Lagerarzt Dr. Hoven stand breitbeinig auf dem Tisch, während die jüdischen Männer vorbeimarschierten.

Der kommunistische Kapo Heinrich Weingärtner muss die
Häftlingsnamen der für Zwangsarbeit Ungeeigneten notieren.

Am 2. März 1942 fuhren morgens beim Zählappell Lastkraftwagen vor dem Lagertor
auf. 90 Jüdische Häftlinge mußten auf Transport. An drei Tagen wiederholte sich das.

Chodorow Nr. 40 zur „Euthanasie“ in Bernburg

2.3.1942 „Transport I“ der ersten 90 Häftlinge mit grauen Bussen nach Bernburg a.d. Saale, Tötungsanstalt geordnet nach dem Alphabet von
Abraham, Max (Nr. 1) bis Fuchs, Ernst (Nr. 90)

2.3.1942 Tod nach Ankunft in Bernburg durch CO-Gas

5.3.1942 schreibt Assistent Gerhard Godenschweig für Dr. Irmfried Eberl aus der Tötungsanstalt Bernburg an den Lagerkommandanten von Buchenwald

Mit unserem Schreiben vom 3. d. M. baten wir Sie, die restlichen 36 Häftlinge uns anläßlich des letzten Transportes zur Verfügung zu stellen. Infolge der Abwesenheit unseres Chefarztes (Dr. Eberl), der bei diesen Häftlingen die ärztliche Begutachtung vorzunehmen hat, bitten wir Sie, dieselben nicht am 18. März 1942, sondern bereits beim Transport vom 11. März 1942 mitzugeben … „

22.April 1942 Tochter Frieda von Düsseldorf ins Ghetto Izbica

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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