Cohen Georg

Georg Arie Cohen

*1.11.1919 in Soest; ✡13.11.2011 in Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Berthold Cohen Beer *28.2.1880 in Soest;

Heirat der Eltern 6.8.1909 in Hüsten

Mutter Elsa Stern *27.12.1886 in Hachen, Hüsten;

Geschwister

Lotte Cohen *26.5.1910 in Soest; oo Kraus

Anni Cohen *23.12.1913 in Soest

Beruf

Adressen

Heirat 1946 in Tel Aviv Rachel Friederike Schwarz 1920; ✡ 28.2.2011

Kinder zwei Söhne, eine Tochter

Weiterer Lebensweg

Volksschule Ostern 1926-1934 in Soest

Gartenbauschule Ahlem 1930er Jahre; Bildarchiv Hannover Sammlung Homeyer

Ostern1934 – 1937 dreijährige Lehre zum Gartenbaufacharbeiter in der israelitischen Gartenbauschule Hannover Ahlem

April 1937 als Ausbilder aus Ahlem für die landwirtschaftlichen Ausbildung ins Hachscharalager Ahrensdorf zusammen mit Josef Brodsky und Egon Schlesinger, beide aus Berlin

Herbst 1938 zur Leistenbruch-OP ins Jüdische Krankenhaus nach Berlin; komplikativer Verlauf; vier Monate in Berlin

9./10.11.1938 im Novemberpogrom bei seinen Eltern in Berlin

Januar 1939 zurück nach Ahrensdorf

Die SH-1 Gruppe vor der Abreise, v.l. Werner „Seppl“ Treufeld, Georg Cohen; drei weitere ua. „Franzek“/Heinz Goldmann

März 1939 Alija beth nach Palästina Sonderhachschara SH-1 über Berlin

4.3.1939 Abreise aus Berlin nach Wien, mit 400 Chaluzim

Von Wien über Pressburg, zur kroatischen Adria

Einschiffung in Susak, einer kleinen kroatischen Insel auf den Küstenschoner COLORADO

In der Nähe der griechischen Insel Korfu wird ein Teil der 400 Chaluzim auf den schnelleren Dampfer „ATRATO“ umgeladen.

15.-16.3.1939 unbemerkteLandung im Schutz der Dunkelheit südlich von Tel Aviv

Werner Treuberg notiert in sein Tagebuch:

„Es ist der 15.März 1939 … Dunkle Nacht … Unser Schoner liegt vor der Küste Tel Avivs. … Nur jetzt nicht noch die britische Polizei auf uns aufmerksam machen … Wie verabredet vernichten wir noch schnell unsere Pässe. Sie werden zerrissen und über Bord geworfen.“

Nach der geglückten Landung mit kleinen Beibooten Unterbringung im Hotel Schefaim in Herzlia

Kfar Shmaryahu; Hadera; Aufbau des Kibbuz Maayan.

Angestellter der Royal Army

1946 Heirat in Tel Aviv

Schicksal der Eltern

17.5.1939 Eltern in Berlin- Tiergarten bei Minderheiten-Volkszählung

28.3.1942 beide Eltern auf dem 11. Osttransport ab Berlin über Trawniki ins Ghetto Piaski

Gedenken

Page of Testimony für die Mutter von Arie Cohen

Page of Testimony für die Eltern von Anni Lichtenfeld Cohen

Grabstein auf dem Beit Oren Cemetery, Ein Hod, Israel

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot11.html

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=511414

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1037984

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1037900

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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