Schlesinger Egon

Egon Schlesinger

*10.9.1919 in Berlin; ✡ 12.6.2007 in Tel Aviv

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Leonhard Schlesinger *20.2.1888 in Tarnowitz ✡19.5.1921 Berlin Steglitz

Heirat der Eltern 18.9.1918 in Berlin Neukölln

Mutter Rosa Prager *12.1.1886 in Hindenburg ✡ 1944 in Auschwitz

Stiefvater ab 1942 Richard Meidner

Geschwister

Beruf Gärtner

Adressen Berlin, Bismarkstraße 2; Caputh; Hannover Ahlem; Ahrensdorf; Rüdnitz;

Heirat Ester Neumark *1929; 24.5.1886 in Tel Aviv

Kinder

Weiterer Lebensweg

Ostern 1926 Einschulung

Besuch der Privatschule Caputh, Jüdisches Kinder- und Landschulheim, bestehend ab 1931

Ostern 1934 – 1937 dreijährige Lehre zum Gartenbaufacharbeiter in der israelitischen Gartenbauschule Hannover Ahlem

April 1937 als Ausbilder aus Ahlem für die landwirtschaftlichen Ausbildung ins Hachscharalager Ahrensdorf zusammen mit Georg Cohen aus Soest und Josef Brodsky aus Berlin; laut Georg Cohen war er nicht lange in Ahrensdorf; später Madrich auf dem Hof Wecker in Rüdnitz

Ihm gelingt die rechtzeitige Emigration nach Palästina mit der Alija Beth Sonderhachschara SH-2

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlith verbracht

16.2.1940 Registrierung in Atlith; gibt als Referenz an Stiefvater Rudolf Meidner (sic Richard!), Berlin , als Gemeindeältesten Rabbi Dr. Winter (Dokument D/1036/40/CHU);

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlith

Schicksal der Mutter

27.8.1942 Mutter und Stievater Richard Meidner auf dem Transport I/53 von Berlin nach Theresienstadt

28. 10.1944 Mutter Rosa mit ihrem 2. Mann auf dem Transport Ev  von Theresienstadt nach Auschwitz

Gedenken

23.4.1999 Pages of Testimony für seine Mutter, den Stiefvater und fünf weitere Verwandte der Mutter von Egon Schlesinger, Ramat Efal

Grabstein für Egon Schlesinger

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1117852

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127205037

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=9982420

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561

www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/

Rudolf Stern (Chawer aus Dortmund), Meine Aliyah – 13. Oktober 1939 – 29. Januar 1940; unveröffentliches Manuskript, 1987

Herbert Fiedler, Eine Geschichte der Hachschara; Verein Internationale Begegnungsstätte Hachschara-Landwerk Ahrensdorf e.V

Herbert und Ruth Fiedler, Hachschara, Hentrich & Hentrich 2004

http://www.hachschara-ahrensdorf.de/html/body_anfang.html

Naftali-Rosenthal-Ron, Aufblitzende Erinnerungen, Autobiografie; deutsche Übersetzung von Alice Meroz, Berlin 2015

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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